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Kinder- und Jugendspiele aus Niederösterreich
Entstehung
Seite
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64. Es sitzt a òlte Wedahex.

In der Mitte des Kreises kniet ein Mädchen, dessen Rock über den Kopf hochge-nommen und von den anderen, eng aneinander stehenden Mädchen mit beidenHänden am Saume gehalten wird. Statt des Rockes können auch zwei Schürzen dieKnieende verhüllen. Eine Spielerin schreitet mitsonnig um den stehenden Kreisund schlägt jedes Mal beim Ende des Tanzliedchens eine Hand ab". Hat eine derbeiden Haltenden dadurch schon beide Hände frei, so schließt sie sich der Herum-schreitenden an, wodurch sich der Kreis allmählich auflöst. Die letzte des Kreisesbindet der Hexe den Rock oder die Schürzen ganz leicht über dem Kopfe zu, wäh-rend sich alle übrigen verstecken. Dann läuft auch sie fort. Die zuerst Gesehenemuẞ Hexe im nächsten Spiele werden.

Es sitzt a òl- te We- da- hexin lau- ta Eis und Schnee, wòs

solln wir ihr zu es- sn gebm? Zuk- ka und Ka- ffe.

Ap- ferl- dap- ferl, Bu- da- krap- ferl, ei- ne Hand schlògt òb65. Ringel, Ringel, Wurm.

Ein Mädchen, das Königstöchterlein, kniet auf dem Boden. Es wird von denGespielinnen durch zwei Schürzen verhüllt. eine geht mitsonnig um den Kreis undsingt, die anderen antworten. Am Ende jedes Absatzes wird eine Hand abgeklopft.Hat ein Mädchen beide Hände los, so hängt es sich an die Herumschreitende an.Das geht so lange fort, bis die Königstochter frei ist.

Rin- gel Rin- gel Wurm wer sitzt in die- sem Turm?gesprochen: Das Königstöchterlein!

Was ißt sie gern, was trinkt sie gern?gesprochen: Zuckerbrot und Mandelkern.

Wir wollen sie anschauen

und eine Hand abhauen.

66. Florian

Der Kreis schreitet mitsonnig und nennt nach jedem Absingen des Liedchens einanderes der mitspielenden Mädchen, das darauf die Handfassung wechselt, um sichumzudrehen und nun mit nach außen gewendetem Gesichte weiter mittanzt.

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