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Kinder- und Jugendspiele aus Niederösterreich
Entstehung
Seite
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D. Tanzspiele

63. Wo kommt ihr her?( Goldne Brücke)

Zwei Spieler stellen Engel und Teufel dar und verteilen unter sich die Deckna-men ,, Apfel und Birne. Sie fassen einander an den Händen und bilden so in ein-fachster Weise eine Brücke. Die anderen schreiten hintereinander, die Hände aufdie Schultern des Vordermannes gelegt, auf die beiden zu. Vor der Brücke hält dieReihe( Abb. 1), und die zwei Hauptspieler beginnen mit der Frage Wo kommt ihrher?" das Zwiegespräch.

,,

Wo kommt ihr her?"

Vom schwarzen Meer."

,, Was habt ihr dort getan?"

,, Rein gewaschen."

,, Ihr seid ja noch kohlschwarz!"

, Wir haben keine Seife gehabt."

Abb. 1

Hättet ihr eine gekauft!"

, Wir haben kein Geld gehabt."

Abb. 2

Hättet ihr eine gestohlen!"

,, Stehlen ist verboten."

Brű

-

cke, diema- chen aus

Laßt die Räuber durch- ma- schiern- durch die gold neBrücke ist ge- bro- chen. Wir wolln sie wie- derlau- ter Gold und E- del- stein- Das letz- te das muß un- ser sein.Sobald gesungen wird, heben die beiden die Arme auf und bilden so ein Tor,durch das die Reihe singend zieht. Wenn der letzte durchschreiten will, senken siedie Arme, so daß er gefangen ist, und fragen ihn leise: Wo willst du hin, zum Apfeloder zur Birne?" Je nach der Antwort muß sich der Befragte hinter einen der beidenBrückenleute stellen, ohne jedoch zu erfahren, wer Teufel oder Engel" ist.

Darauf zieht die Reihe, die Frage und Antwort nicht gehört hat, abermals singenddurch und es wird der nunmehr letzte abgefangen, der sich abermals für Apfel"oder, Birne" entscheiden muß. In gleicher Weise wird fortgefahren, bis alle gefan-gen sind.

Jetzt geben die beiden Brückenleute bekannt, wer von den Mitspielern durchseine Wahl Engel" und wer Teufel" geworden ist. Die Teufel" werden jetzt ein-zeln abgewogen", nämlich mit dem Gesicht nach unten auf die noch immer gefaßẞ-ten Hände der beiden Hauptspieler gelegt und leicht geschüttelt. Dabei sucht mansie auf alle mögliche Art zum Lachen zu bringen. Wer lacht, bleibt Teufel, wer ernstbleibt, kann sich den Engeln anreihen.

Den Endkampf bildet das Feuer- Reißen. Zwischen Engeln und Teufeln wirdein Stöckchen auf die Erde gelegt, das Feuer. Jeder faßt seinen Vordermann fest umdie Mitte und unterstützt kräftig das Ziehen seines Anführers. Beide Reihen sucheneinander über den Stock zu zerren( Abb. 2). Wer losgerissen wird, muß sich denGegnern anreihen, so daß schließlich eine Schar ganz vernichtet wird.

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