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Kinder- und Jugendspiele aus Niederösterreich
Entstehung
Seite
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14. Hopp, hopp, hopp, hopp Schimmerlmånn,

Unser Kòtz hòt Stieferl on,

Lauft über's Brünndl,

Find't a kloans Kindl.

Wia soll's hoaẞn,

Bocki oder Goaẞn?

Das Kind reitet auf dem Oberschenkel des Erwachsenen, der einen Kniereiter-Reim spricht und dabei durch Strecken des Fußgelenkes die hopsende Bewegungdes Reitens hervorruft. Das gleiche Spiel ist mit vielen ähnlichen und anderen rhyth-misch betonten Reimen verbunden, so auch mit den drei folgenden.

15. Hoppa, Hoppa, Reiter,Wenn er fällt, so schreit er,Fällt er in den Graben,

So fressen ihn die Raben,

Fällt er in den Sumpf,

So macht der Reiter plumps!

Das Kind reitet auf den Knien des Erwachsenen, bei plumps" läßt man es plötz-lich zwischen den Knien durchrutschen, fängt es aber auf, ehe es den Boden berührt.16. Hopp, hopp, hopp, hopp, Höserlmann,

D' Kòtz hòt rote Stieferl an

Reit damit nòch Hollabrunn.Z' Hollabrunn is Kiritò,Sitzt da krumpe Schneider.Schneider, gib mar an Kiritò,Kiritò is no net gmui,

An Beutl Geld a dazui!

Huppa, huppa!

Das Kind reitet im leichten Trab auf dem Knie, bei huppa" läßt man es zweimalhochspringen.

17. Hüh Schimmel, hotta Braun,Morgen fòhrn ma Hòbern baun,Wånn da Schimmel nimmer wüll,Zoag ma eam den Peitschenstül!Hopp, hopp!

18. Müllner, Müllner Sackerl,

Ist der Müllner nicht zu Haus,

Schloß vor, Riegel vor,

Schmeiß ma' s Sackerl hinter's Tor!

Zwei größere fassen das kleinere Kind so an, daß es eines an den Händen nimmt,das andere an den Füßen. Dann schwingen sie den Getreidesack" seitlich( zu jederZeile zweimal hin und her). Bei Schmeiß ma"( werfen wir) wird hochgeschwungenund danach das geschaukelte Kind sanft niedergelassen. Die Reime werden eben-falls nach der Singzeile, wie Nr. 5, gesungen.

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