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Kinder- und Jugendspiele aus Niederösterreich
Entstehung
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II. Erste Scherze

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Kosespiele

4. Hüterbaum steht

Sobald der Säugling die Vorgänge in seiner Nähe ein wenig zu erfassen vermag,weiß die Mutter für ihn ein erstes Spiel. Sie hebt ihre rechte Hand mit ausgestreck-tem Zeigefinger empor, läßt sie langsam ruckartig fallen und spricht dazu:

Hiatabam steht,

wòglt schon, wòglt schon,fòllt schon um!

5. Pòsch Handerl z'såmm

Pòsch Handerl z'såmm,

Pòsch Handerl z'såmm,

Wòs wird da Vòta bringa?Neuche Schuicherl,

Rote Strumpferl,

wird da Hanserl springa! Huppa!

Das Kind sitzt auf dem Schoße der Mutter, die seine Händchen ergriffen hat undwährend des Singens der Reime zusammen pascht". Bei Huppa" faßt sie das Kindum die Mitte und läßt es springen. Als Melodie dient in einfacher Abwandlung die,, Singzeile", wie sie auch beim Spiel von der Goldnen Brücke( Nr. 63) üblich ist.

6. Fingerspruch Bauer, Bäurin"

Bauer, Bäurin, Knecht, Dirn.

Wuzerl, Wuzerl in der Wiagn.

Der Erwachsene faßt, vom Daumen beginnend, der Reihe nach bei den vierersten Worten einen Finger des Kleinkindes an, bei Wuzerl" faßt er den Kleinfin-ger stärker und wuzelt" ihn.

7. Fingerspruch Ins Wasser g'folln"

Der is ins Wòssa g'fòlln,

Der hòt'n aussa zogn,

Der hòt'n hoamtrògn,

Der hòt'n ins Bett g'legt,

Und der kloane Wuzl hòt'n zuadeckt.

8. Fingerspruch: Pflaumen schütteln"

Das ist der Daumen,

Der schüttelt die Pflaumen,

Der hebt sie auf,

Der trägt sie heim,

Und der kleine Wuzi ißt sie ganz allein.

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