9. Fingerspruch:„ Mauserl, koch an Brein"
Mauserl, Mauserl, koch an Brein,
Gib a Stückerl Zucker drein.
Der kriagt wòs, der kriagt wòs,
Der kriagt wòs, der kriagt wòs,
Und der kriagt niks!
Während des Sprechens der ersten Zeile macht man in der hohlen Hand des Kin-des mit dem Zeigefinger kleine Kreise, anschließend„ tupft“ der Zeigefinger in dieHandfläche. Danach werden der Reihe nach, vom Daumen an beginnend, vier Fin-ger an der Spitze angefaßt, der Kleinfinger bekommt jedoch abschließend nur einenStupfser.
10. D'vorige Wochen
Hòt mei Vòta a Sauerl ò'g'stochen.
Mir a Wurst, dir a Wurst und dir a Wurst,
Der Reserl an bròtanen Hòsen,
Und dem Sepperl a Patzerl auf d'Nòsen!
Der Arm des Kindes wird mit der Linken angefaßt. Bei ,, mir a Wurst", tut man mitder rechten Handkante gleichsam, als schneide man ein Stück des Kindesarmes ab.Beim„ Patzer" bekommt das Kind einen Nasenstüber, wobei stets der Name desKindes eingesetzt wird.
11. Lauft a Mauserl,
Über's Hauserl.
Wo wird's rasten?
Im Franzer sein Kitzikitzikasten!
Der Erwachsene krabbelt mit zwei oder drei Fingern als„ Mauser1" auf einemArme des Kindes empor und kitzelt es schließlich unter dem Kinn.
12. Roßerl b'schlògn, Roßerl b'schlògn,
Wia vül Nagerl brauch ma no'?
Siebme, òchte, neune.
Hòb ma um ans z'vül eingschlògn,
Miaẞ ma's wieda auẞa gròbm!
Dem Kinde wird sanft auf die Fußsohle getätschelt. Während des Aufsagens derletzten Zeile gräbt man mit der gekrümmten Hand auf der Fußsohle den Nagel wie-der aus und kitzelt so das Kind.
13. Bim- bam, d' Kòtz is krånk,
Sie liegt auf der Ofnbånk,
Da Mesner läut, d' Kuh schreitMuh!
Der Erwachsene wiegt das Kleinkind auf seinen Armen und schwingt es zuletzthoch.
14