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Das ländliche Wohnhaus im Gerichtsbezirk Stainz : eine Untersuchung historischer Hausformen in der Weststeiermark
Entstehung
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noch eine einfache Bohlentür mit zwei eingenuteten Querleisten.Die Zimmertüren sind sämtlich auf Rahmen und Füllung gearbeitetund in Blankholz belassen. Die Dachbodentreppe wird durch eineeinfache, neue Brettertür mit zwei Querleisten abgeschlossen unddie Tür in den Keller ist, wie schon erwähnt, eine Falltür. DerZugang zur Ofenstube erfolgte ursprünglich im Bereich der jetzi-gen Speisekammer, also gegenüber der Stubentür, und wurde verlegt,um trotz Abtrennung der Speisekammer ungehindert in diesen Raumzu gelangen.

Die Fenster sind in der Stube Blendrahmenfenster mit einer Grö-Be von 53 x 75 cm, und zwar je drei an Ost- und Südseite, einesan der Nordseite. Ein achtes Fenster ist durch Blockwerk geschlos-sen und zeigt noch die älteren Maße 45 x 50 cm. An der Giebelsei-te sind zusätzlich zwei Hochfenster," Raachgucker1" genannt, an-gebracht, sie sind mit einem einfachen Fensterflügel zu schlie-Ben.

Die Fenster im Stübl sind mit eingestemmten Zargenstöcken ver-sehen und haben eine Größe von 63 x 79 cm Innenlichte( s. Taf.16/2). Die beiden senkrechten Steher sind dabei mit einem leich-ten, einseitigen Versatz in die beiden waagrechten Hölzer einge-lassen. Diese Rahmenkonstruktion ist bei den Mauerbaufenstern dieälteste im Untersuchungsgebiet. Die Gitter der vier Fenster imStübl sind Ziergitter, die zusätzlich zum später allein üblichenGerüst aus Stäben und Bandeisen zwei Ringe sowie Voluten aufwei-sen. Von der Konstruktion her gleich, aber nur 50 x 61 cm großund mit einem einfachen Gitter versehen, ist das Fenster in derSpeis, das ursprünglich zum Flur gehörte. Im Quergiebel sind zwarbereits die moderneren Blendrahmenfenster mit einfachen, geniete-ten Gittern eingebaut, sie messen aber nur 49 x 62 cm, was wie-derum auf das Vorhandensein älterer Fenster hindeutet. Die Fen-sterflügel sind im allgemeinen mit je drei Scheiben versehen, nurim Stübl sind sie lediglich einmal unterteilt, sodaẞ je zweiScheiben vorhanden sind.

Auf Grund der großen Mauerstärke sind sehr weite, stark abge-schrägte Fensterleibungen nötig, um den Lichteinfall nicht zustark zu behindern. So weiten sich die Fensternischen in der Ofen-stube auf 135, im Quergiebel auf 118 cm. Die volle Mauerstärke

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