7.3. Der Berghof
Die Berghöfe sind durch meist größere Ausmaße und ein teil-weise unregelmäßigeres Raum- und Baugefüge gekennzeichnet( s. Abb.35). Sie weisen im Durchschnitt ein höheres Alter auf als dieHöfe des Hügellandes, vor allem können die Mauerteile bei ihnenwesentlich älter sein.
Der Mittelflurgrundriß ist auch bei den Berghöfen vorhanden,doch besteht statt des Stübls oft noch ein Keller, der mit einemsteinernen Tonnengewölbe versehen ist% 3B bei diesen Häusern gibt esdann kein Untergeschoß. Erweiterungen durch einen Quergiebel kön-nen hier statt an zwei Räumen oder an der Stube allein auch nuram Flur angelagert sein.
Der Blockbauteil weist bei höherem Alter meist stärkere, oftauch höhere oder mehr Balken auf, sodaß es so zu einer Kniestock-bildung kommen kann. Besonders die seitlich vorkragenden Konsol-hölzer fehlen dann meistens oder sind nur sehr schwach ausgebil-det. Bei den Eckverbindungen im Blockbau sind Verzinkungen inverschiedenen Ausführungen im Gegensatz zu den tieferliegendenGebieten relativ häufig, wenn sie auch oft auf den Hauptwohnraumund hier teilweise wieder auf die Haupteingangsseite beschränktsind.
Die Mauerteile sind stets aus Bruchsteinen gemauert, die Wändesind bis zu 80 cm stark, bei Kellern in Einzelfällen bis zu 120cm. Zwei Bauten bestanden nach den Angaben im FK nur aus einemMauerteil, wobei der eine mit einer 1850 datierten Stube in Block-bau erweitert wurde, die Stube des anderen wurde bereits abgetra-gen, sodaß keine Datierung mehr möglich ist.
Die Blockbaufenster entsprechen den bereits besprochenen, beimMauerbau findet man noch eingestemmte Zargenstöcke, in Einzelfäl-len auch kleine, konische Lichtöffnungen, die durch ein gezacktesEisen band gesichert sind.
Das Dach entspricht der Konstruktion nach ebenfalls dem derBlockbauten im Hügelland, war früher aber meist nicht mit Stroh,sondern mit Schindeln eingedeckt. Beim Übergang auf Hartdeckungwird aus Transportgründen hier wesentlich häufiger als weiter öst-lich Eternit statt der schwereren Ziegel verwendet.
229