7.1. Der Holzbau in Tal- und Hügellagen
Dieser Haustyp soll als erster etwas genauer besprochen wer-den, um in den nächsten Kapiteln bei Ähnlichkeiten oder Gleichhei-ten auf die hier gebrachte Darstellung verweisen zu können, da-mit größere Überschneidungen vermieden werden. Kleinformen mitzweizonigem Grundriß bleiben hier ausgespart und folgen in einemeigenen Kapitel( s. Kap. 7.5.).
Die reinen Blockbauten weisen meist einen Mittelflurgrundrißmit Stube durchgängigem Flur- Stübl/ Kammer auf. Vermauerungentreten nur im Bereich der Feuerstätten auf und sind bei den äl-testen Häusern teilweise sekundär. Die Länge dieser Bauten schwanktim allgemeinen zwischen 10 und 15 m, die Breite beträgt meist 4-5 m, selten mehr( s. Abb. 37).
Die Wände bestehen in den meisten Fällen aus 12 Blockbaukrän-zen, die fast immer in Kopfschrot verkämmt sind. Die obersten 3-5Balken überragen die jeweils darunterliegenden etwa um Balkenstär-ke, sodaß ein Konsolholzgefüge entsteht, das den an allen vierSeiten vorgeschobenen Dachgrund trägt. Je nach Alter weist die-ses Gefüge eine hoch- bzw. querrechteckige Form auf, wobei be-sonders ab 1800, in Einzelfällen etwa ab der Mitte des 18. Jh.,die Weite der Vorkragungen zunimmt, die giebelseitig bis zu 140cm erreichen, traufseitig meist etwas weniger.
Die kleinsten Fensteröffnungen messen ca. 26 cm im Quadrat,sind allerdings nicht mehr in Funktion und waren ursprünglich nurdurch Holzschuber zu schließen. Häufig zu finden sind verschie-dene, annähernd quadratische Fensterformen von 33 cm im Quadratbis zu etwa 40 x 45 cm, dann folgen größere Bohlenzargenfensterund Blendrahmenstöcke bis zu etwa 80 x 90 cm, die von Umbautendes 20. Jh. herrühren. An den Giebelseiten gibt es meist ein,seltener zwei Hochfenster. Die Türen sind fast immer schon er-neuert, doch sind auch verschiedene ältere Konstruktionsweisennoch vereinzelt nachweisbar.
Die Böden sind beim Altbestand meist stumpf gefügte Bretter-böden, besonders um die Feuerstätten und im Flur auch Steinplat-tenböden, im Osten des Gebietes Lehmböden. Als Vorstufe ist zu-mindest für die Rauchstube als Fletzraum der gewachsene Erdbodenanzunehmen. Mit den Umbauten im 20. Jh. nehmen die Schiffböden zu,
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