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Das ländliche Wohnhaus im Gerichtsbezirk Stainz : eine Untersuchung historischer Hausformen in der Weststeiermark
Entstehung
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" Stübl", auch dann, wenn er nicht heizbar ist( z. B. PI 61, s.Kap. 8.4.).

Bei den einraumtiefen gemauerten Bauten entspricht die Grund-riẞstruktur im allgemeinen dem Mittelflurhaus, wenn auch mit derKüche im hinteren Teil des Flures. Es besteht daher meist nur eineinziger Schlafraum, wenn nicht die Küche als Wohnküche dient oderdie Kochfunktion in die Stube verlegt und die Küche als Schlaf-raum ausgebaut ist. Bei den breiten gemauerten Bauten sind hinge-gen meist alle Räume, die der Stubenseite gegenüberliegen,Schlafräume, dazu kommt oft noch ein kleines Stübl, das sichneben der Küche befindet.

Besonders bei den Schlafräumen wirkt sich der Trend nach mehr,dafür aber kleineren Räumen aus, was, wie schon besprochen, beiden Schmalhäusern meist nur durch Addition neuer Raumeinheitenmöglich ist, während die oft zu großen Räume der breiten, gemau-erten Häuser häufig unterteilt werden, um die Zahl der Schlaf-und Kinderzimmer zu erhöhen.

Die heutige Ausstattung der Schlafräume schwankt sehr stark.Während in Häusern, an denen keine großen Veränderungen vorge-nommen wurden, teilweise noch stumpf gefügte Bretterböden, meistaber Schiffböden vorkommen, ist besonders bei neuen Umbauten beidieser Raumtype ein verstärkter Einzug von Teppichböden fest-stellbar. Auch Tapezierungen sind in den Wohn-/ Schlafräumen amhäufigsten. Das Mobiliar schwankt ebenfalls von Fabriksmöbeln desfrühen 20. Jh. bis zu modernen Kaufhauseinrichtungen, die vor al-lem bei Kinderzimmern anzutreffen sind. Vorindustrielle Möbelsind kaum mehr in Verwendung. Die modernen Ausstattungen findensich verständlicherweise vorwiegend bei wirtschaftlich stärkerenBauern sowie dort, wo der städtische Einfluß durch Schule bzw.Arbeit besonders spürbar ist.

1 Vgl. a. M. Kundegraber, Haus und Hof, S. 6.

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