ecke.1Die übrige Ausstattung ist sehr bescheiden und bestehtmeist nur aus einfachen Regalen oder einem Schrank sowie einerPritsche oder einem Bett, je nach Altersstufe der Ausstattung.An der Decke sind im allgemeinen sogenannte" Asn"-Stangen zu fin-den, die zur Rauchnutzung dienen: einerseits zum Trocknen des Hol-zes, andererseits auch zum Selchen des Fleisches. Wegen des Rau-ches sind die Möbel stets unbemalt, und auch Verzierungen der Dek-ke sind selten und beschränken sich auf einfache Schnitzereien.2 2
Mit der Verbreitung, Dichte und Herkunft der ostalpinen Rauch-stuben hat sich V. v. Geramb eingehend befaßt. Er stellt für dieZeit um 1915 ein Verbreitungsgebiet fest, das im Westen bis kurzvor Lienz reicht, südlich der Landesgrenze Kärnten- Salzburg undentlang der Niederen Tauern sowie südlich von Bruck/ Mur und desMürztales nach Osten zieht, fast die ganze heutige Oststeiermarkmit einschließt und im Süden von einer Linie südlich der Draubegrenzt wird. Der Ausschluß des Ennstales aus dem Verbreitungs-gebiet ist dabei wohl als Irrtum zu bezeichnen, da K. Haidingnoch im letzten Vierteljahrhundert"( von 1972 zurück) Rauchstu-ben in Funktion im Ennsbereich aufnehmen konnte.
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Die Weststeiermark liegt auf alle Fälle als Ganzes im Verbrei-tungsgebiet der Rauchstuben um 1915. Für die Zeit um 1800 legtGeramb dann ein besonders im Westen und Norden stark erweitertes
Verbreitungsgebiet der Rauchstuben fest. 5
1 Zum Begriff vgl. Gustav Ränk, Die heilige Hinterecke. Im Hauskult der Völ-ker Nordosteuropas und Nordasiens.(= F.F. Communications 137), Helsinki 1949,S. 10-12.
2v. v. Geramb, Kulturgeschichte, S. 3-14; ders., Die Rauchstuben im Lande
Salzburg. Ein Beitrag zur Hausforschung der Ostalpenländer.(= Veröffentli-chung des Institutes für Volkskunde, Salzburg 4), Salzburg 1950, S. 7-12;0. Moser, Hausangaben, S. 154 u.a.
3 Viktor von Geramb, Die geographische Verbreitung und Dichte der ostalpinenRauchstuben. SA aus: WrZfVK 30, 1925, S. 7-17 und Karte.
4 Karl Haiding, Zur Hausforschung im Bezirk Liezen. In: ZHVStmk 63, 1972, S.188.- Über die Widersprüchlichkeiten bei Geramb und Hinweise auf möglicheehemalige Rauchstuben auch außerhalb des Verbreitungsgebietes Gerambs sieheViktor Herbert Pöttler, Das Rauchstubenhaus" Laarer" aus St. Nikolai im Sölk-tal im Österreichischen Freilichtmuseum. In: Volker Hänsel Sepp Walter( Hg.),Volkskundliches aus dem steirischen Ennsbereich. FS für Karl Haiding.(= Schriften-reihe des Landschaftsmuseums Schloß Trautenfels am Steiermärkischen LandesmuseumJoanneum 1), Liezen 1981, S. 51-54 mit zahlreicher Literatur.
5V. v. Geramb, Verbreitung, S. 26-43 und Karte.
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