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Das ländliche Wohnhaus im Gerichtsbezirk Stainz : eine Untersuchung historischer Hausformen in der Weststeiermark
Entstehung
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men beim Altbestand an Wohnhäusern überhaupt nicht vor, es han-delt sich also um eine junge Dachlandschaft. Die einfachste Dach-form, das Schleppdach, ist für angebaute Hütten, aber auch- alsFortsetzung des Satteldaches- für traufseitige Erweiterungsbau-ten und für die Überdachung von" Gangln" zu finden. Es wird zumTeil als" Schiftdach" ode, auch als" Pritschdach" bezeichnet.

Öffnungen der geschlossenen Dachform durch Gaupen treten fastausschließlich bei neueren Dachausbauten auf. Nur selten, z. B.im Wohnhaus einer großen Mühle( ET 11) sind primäre Gaupen, diemit dem Wohnhaus 1848 errichtet wurden, feststellbar.

4.8.2. Das Dachgerüst

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Dachform und Deckmaterial sind zwar für das Erscheinungs-bild eines Hauses verantwortlich, eine Typologie des Daches läßtsich aber erst durch die Untersuchung des Dachgerüstes erstellen.Teilweise beeinflußt das Dachgerüst sogar die Grundrißgestaltungund somit das Raumgefüge des Hauses. Trotzdem wurden die Dachge-rüste in der volkskundlichen Literatur lange nur unzureichend er-faßt, so auch in der sonst sehr genauen Arbeit von Bünker überdas Bauernhaus in Köflach, wo zwar auf Form und Material, nichtDie Anfänge und

aber auf die Dachkonstruktion eingegangen wird. 3

die Entwicklung einer gefügekundlich orientierten Untersuchungdes Daches in Europa und besonders in Österreich stellt Oskar Mo-ser mit Belegen an älterer Literatur dar.4

Eine grobe Einteilung der Dachgerüste Mitteleuropas nimmtBruno Schier vor, der ebenfalls auf ältere Literatur verweist.5

1 Vgl. B. Schier, Hauslandschaften, S. 58-61.

20. Moser, Bauernhaus, S. 49 f., wo auch auf die entsprechenden Stellen beiB. Schier, Hauslandschaften, S. 26 und R. Weiss, Häuser, S. 62 hingewiesenwird.

3A. Dachler, Bauernhaus, S. 105, stellt z.B. fest:" Die Dachstühle der Steil-

dächer bieten nichts, was hier erwähnenswert wäre."

4 Oskar Moser, Das Pfettenstuhldach. Eine Dachbauweise im östlichen alpinenÜbergangsgebiet.(= Veröffentlichungen des österreichischen Museums für Volks-kunde 17), Wien 1976, S. 9 f.

5B. Schier, Hauslandschaften, S. 23-25.

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