Der West- Ost- Querschnitt durch den GB Stainz ergibt also fol-gendes Bild: Es gibt der Gehöftform nach keine einheitlichen Ge-biete. Während im Westen der Haufenhof eindeutig dominiert, neh-men nach Osten hin locker umbaute Gehöftformen und Ansätze zurMehrseithofbildung zu. Die Größe der Gebäude nimmt nach Osten hinab, wobei aber auch in den Weinbaugebieten um Stainz die Kleinfor-men vorherrschen. Über die Grundrißform des Wohnhauses sind kaumgenaue Angaben zu gewinnen, da oft nicht entschieden werden kann,ob es sich bei einem bestimmten Gebäude um ein Wohn- oder Wirt-schaftsgebäude handelt. Anbauten in Form eines Quergiebels schei-nen jedoch bereits in allen KG auf. Da sie jedoch nicht immer vonAnbauten oder Auffahrtsbrücken von Wirtschaftsgebäuden unterschie-den werden können, scheint eine statistische Auswertung in dieserHinsicht wenig erfolgversprechend.
Bezüglich des Baumaterials zeigt sich, daß Steinbauten bzw.Bauteile in Mauerbauweise nur im Bergland eine bedeutendere Rollespielen, während im übrigen Bereich, auch etwa in Pichling, alsoin der unmittelbaren Nachbarschaft von Stainz, 1823 der Mauerbaunoch völlig bedeutungslos ist, besonders im bäuerlichen Bereich.Nur in Ettendorf gibt es bereits 1823 eine größere Anzahl von Bau-ten, die teilweise in Mauerbauweise errichtet wurden; es dürftesich bei ihnen, den geologischen Gegebenheiten entsprechend, be-reits um Ziegelbauten handeln, das gleiche gilt für St. Josef,wo der Mauerbau allerdings erst eine sehr geringe Bedeutung hat.Der Großteil aller Wohnhäuser mit Mauerteilen gehört Bauern-wirtschaften oder gewerblichen Betrieben an, nur selten handeltes sich bei ihnen um Keuschen, doch sind die Angaben bezüglichder sozialen Kategorie leider oft mangelhaft, sodaß die Ergeb-nisse nicht zu sehr verallgemeinert werden dürfen.
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