stärker ausgezogene Linie aufweisen und so besonders bei nichtmehr existierenden Gehöften nicht entschieden werden konnte, wel-che der Eintragungen das Wohnhaus darstellt. Auch Fehler in derSignatur des Baumaterials werden durch die Feldarbeit sichtbar.So ist zum Beispiel beim Haus vulgo Ganster( GA 12) das Verhält-nis von Mauer- und Holzbau im FK gerade umgekehrt als am Baube-stand, obwohl das Haus schon vor der Aufnahme des Katasters ge-baut wurde. 1
Auch die Kategorie" Stand" im Bauparzellenprotokoll, also diesoziale Kategorie der Besitzer, ist unterschiedlich genau undteilweise offensichtlich sehr mangelhaft vermerkt, sodaß auch indieser Hinsicht keine genauen statistischen Auswertungen erfolgenkönnen.
So ist der Kataster zwar in Einzelfällen eine Hilfe in Datie-rungsfragen, man wird aber im vorliegenden Fall seine Bedeutungfür weiterreichende, vor allem statistische Fragen in dieser Rich-tung nicht überschätzen dürfen, da gerade bei den kleinen Gebäu-den, wie sie in der Weststeiermark vorherrschen, der Quellenwertder Indikationsskizze beschränkt ist.
2.1.1. Flurformen und Kulturgattungen
Da die in den letzten Kapiteln gebrachte Darstellung vonFlur- und Siedlungsformen auf dem Franziszeischen Kataster alsHauptquelle beruht( s. Kap. 1.2.5.), herrscht hier weitgehendeÜbereinstimmung. Es tritt aber auf Grund der bei Atlasdarstellun-gen notwendigen Generalisierungen im FK eine stärkere kleinräumi-ge Vermengung verschiedener Flur- und Siedlungsformen auf, diesich schon aus gelände- oder nutzungsbedingten Gegebenheiten, wieetwa kleinen, eingestreuten Weinanbauflächen, die auf summari-schen Darstellungen vernachlässigt werden müssen, ergeben. In denKG Rossegg und Ettendorf sind nach dem FK teilweise noch gewann-artige Fluren vorhanden, die später durch Arrondierungen umgewan-
1 StLA, FK 1300 Gamsgebirg, Indikationsskizze, BP 11.
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