ein Markt mit Rechteckplatz. 1
Während westlich von Stainz, also im Bereich des SteirischenRandgebirges, Einzelhöfe und Hofgruppen vorherrschen, die nachOsten hin durch Großweiler, Reihensiedlungen und Weingartzeilenabgelöst werden, nimmt östlich von Stainz die dörfliche Siedlungmit Anger-, Platz- und Haufendörfern zu, dazwischen gibt es eben-falls Reihensiedlungen und Hofgruppen. 2
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1.2.6. Gehöftformen
Trotz vieler Zusammenhänge zwischen Orts-, Flur- und Ge-höftform sind keine direkten Abhängigkeiten ableitbar, es lassensich vielmehr in der Praxis fast alle Kombinationen dieser dreiGrößen feststellen. So haben zwar auch die verschiedenen Gehöft-formen ihre" typische" Flur- und Ortsform, kommen aber auch inanderer Umgebung vor.
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E. Tomasi definiert" Gehöft als die in übersehbarer Entfer-nung befindliche Gesamtheit der Baulichkeiten eines bäuerlichenAnwesens, einschließlich eventuell vorhandener Verbindungswegeund Hofräume". Sie schließt darin alle Formen vom Einhof bis zumHaufenhof ein, läßt den Ausdruck für Klein- und Kleinstanwesenaber nur bedingt gelten, da hier oft ein Gehöftbestandteil fehlt.Die Bezeichnung" Hof( form)" wird von Tomasi hingegen als ungenauabgelehnt und soll auch hier nicht verwendet werden.
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1 Wilhelm Leitner, Die Siedlungstypen der Steiermark. In: Atlas zur Geschich-te des steirischen Bauerntums.(= Veröffentlichungen des SteiermärkischenLandesarchives 8), Graz 1976, K. 9.
2 Ebd.; vgl. a. ders., Die Siedlungsformen der Steiermark. In: Erläuterungen
zum Atlas der Steiermark. Graz 1973, S. 205-212; ders., Siedlungsgeographie,S. 214-230. A. Klaar, Siedlungsformenkarte, S. 15-24; M. Sidaritsch, Sied-lungswesen, S. 32-55 u. Karte. Allgemein für österreich: Elisabeth Tomasi,Historische ländliche Ortsformen. In: ÖVA 6. Lfg./1. Teil, Komm. zu B1.92,93, Wien 1977.
3 E. Tomasi, Ortsformen, S. 3.
4 Elisabeth Tomasi, Historische Gehöftformen. In: ÖVA 6. Lfg./1. Teil, Komm.
zu B1. 96-98, Wien 1977, S. 3.
5 Ebd., S. 3 f.
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