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Die größte Änderung ergab sich allerdings bei den Reb- undGartenarealen. Während die Rebfläche 1823 noch 2% der Gesamt-fläche betrug, sank sie bis 1975 auf 0,2%, wobei sich eine Kon-zentration auf einige Schwerpunktgebiete ergab, bei denen sogarein leichter Anstieg der Fläche zu verzeichnen war. In den Rand-zonen ist der Weinbau hingegen fast ganz verschwunden, eine Aus-nahme bildet nur die Gemeinde Tobisegg. Gartenflächen, z. B. Obst-kulturen, gewinnen hingegen zunehmend an Bedeutung.
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1.2.4. Besiedlungsgeschichte und historische Entwicklung
Der Sieg König Ottos I. gegen die Ungarn auf dem Lechfeldim Jahre 955 bedeutete für das Gebiet südöstlich der Alpen, alsoauch für die Gegend um Stainz, einen Wendepunkt in der Besied-lung. Stainz gehörte der 970 erstmals erwähnten Mark an dermittleren Mur oder Karantanischen Mark mit Mittelpunkt auf derHengistburg an, der größten der drei in der späteren Steiermarkgeschaffenen Marken. Bis 1035 wurde die Mark von den Eppenstei-nern, dann kurz von den Wels- Lambachern und bald nach 1050 vonden Traungauern verwaltet. Eppensteiner, die Salzburger Hochkir-che und die bayerischen Aribonen waren vorerst auch die größtenGrundherren. Die Bevölkerung bestand ursprünglich aus einer dünnenslawischen Schicht, vermengt mit Resten karolingischen Deutsch-tums. Um 1010/20 begann dann die erste faßbare Rodungswelle, dievor allem die Weststeiermark und den Westrand des Grazer und Leib-nitzer Feldes erfaßte. Sie verebbte aber im Zuge des Investitur-streites; erst mit dessen Ende und mit dem Aussterben der Eppen-steiner, deren Besitz an die Traungauer kam( 1122), erfolgte biszum Ende des 13. Jh. eine weitere Ausdehnung der Besiedlung.
1Zur Entwicklung des Weinbaues im Gebiet von Stainz vgl. Vom Rebstock zumWein.(= Steiermärkisches Landesmuseum Joanneum, Steirisches Volkskundemuse-um, Außenstelle Stainz, Katalog 7), Stainz 1983.
2p. Eder, Wandlungen, S. 240 f.
3 Zur Geschichte des Stainzer Raumes der Zeit vor 1000 n. Chr. vgl. H. Wil-finger, Stainz, S. 31-42.
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