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quos leones
etwas zuleide); ja es heißt später von den Tragtieren sogar:dirigebant in itinere..."(... welche die Löwen führten auf dem Marsch...).Solche liebliche Szenen sind je nach Landschaft in verschiedenen Variantenzu beobachten. Im Balkanbereich treten hier Wölfe in diese Funktion ein.Wir bringen im Folgenden auch die Einleitung zur Fluchtgeschichte, umzu zeigen, wie der Erzähler den Einstieg sucht und wieviel Wert er darauflegt, seiner Erzählung eine gewisse Wirklichkeit zuzuerkennen.
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( 19) ERZÄHLUNG AUS DEM AROMUNISCHEN
Nun gut. Ihr wiẞt ja, was alles im Neuen Testament aufgeschrieben steht vonunserem Herrn und Erlöser Jesus Christus. Ihr habt darin gelesen wie alle an-deren Menschen. Aber es ist damals nicht alles aufgeschrieben worden, wasmit unserem Herrn passiert ist. Man hat wohl nicht so viel Tinte und Papiergehabt. Und der heilige Johannes selber hat gesagt:„ Es gibt noch vieles ande-re, was Jesus getan hat. Wollte man das aber alles im einzelnen aufschreiben,so meine ich, daß alle Bücher auf der Welt das nicht fassen könnten."- Soist also vieles von Mund zu Mund gegangen rund um die Welt. Vieles ist vonden Menschen vergessen worden und so manches haben nur wir einfältigenMenschen in den Bergen behalten und bewahrt bis zum heutigen Tag. Undnur der Herrgott allein weiß, ob man es morgen noch erzählen wird.
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Also Ihr wißt, daß einige Zeit nach der Geburt des himmlischen Kindesweise Männer- wir sagen Könige- aus dem Osten gekommen sind, um un-seren Herrn anzubeten. Und ihr wißt auch, daß König Herodes von der SacheWind bekommen hat und daß er beschlossen hat, alle Kinder in Bethlehemumzubringen. Und mitten in der Nacht steigt ein Engel vom Himmel hernie-der und rüttelt den Josef wach und sagt ihm, er müsse schleunigst mit seinerFamilie verschwinden, sonst erlebten sie den Abend nimmer.
Josef war natürlich sehr erschrocken, aber er weckt gleich Maria auf und sagtihr alles, und er weckt auch seine beiden Söhne und seine Tochter- die warenvon seiner verstorbenen Frau aus der ersten Ehe- auf. Schnell das nötige Ge-päck zusammen, und dann sind sie- nicht über die Straße sondern querfeld-ein- zum nächsten Wald, aber sie haben im Finstern die Richtung verlorenund wären wohl nach Jerusalem und den Soldaten in die Hände gelaufen,doch da steht auf einmal der Engel vor ihnen und sagt: ,, Na, ihr Lieben! Wolauft ihr denn hin? Ihr seid ja ganz falsch ,, Ja," sagt der heilige Josef,,, es ist ja so finster: kein einziger Stern am Himmel, wie soll man da nachÄgypten finden?"-„ Das hat der Herrgott so gemacht... die Finsternisdamit man euch nicht sieht und erwischt," sagt der Engel.„ Aber kommt nurhinter mir her, ich will euch den Weg zeigen."
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Und der Engel hat eine Hand hochgehalten und die hat zu leuchten angefan-gen wie eine Kerze... was sag ich... wie eine Fackel. Und alle haben in diesemLicht gut den Pfad sehen können, den sie der Engel geführt hat.
Die ganze Nacht hindurch sind sie so marschiert und der Engel hat vorausge-leuchtet, bis die Dämmerung eingesetzt hat. Da haben sie im Wald eine Rast
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