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Heilige Ereignisse - heilige Zeiten : Weihnachtserzählungen aus der mündlichen Überlieferung
Entstehung
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Und als sie weit weg gewesen sind, hat sich vor den Augen des hl. Josef dasLämmlein in unseren Herrn Jesus Christus verwandelt. Und Josef hat begrif-fen, daß dem Knaben nichts passiert ist.

Er ist dann gegangen, hat zwei Pferde gesattelt, hat Maria aus dem Hause ge-holt, hat ihr erzählt, was passiert ist und dann sind sie mit dem Knaben fort-geritten nach Ägypten.

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Daẞ Jesus das Gotteslamm wirklich die Gestalt eines Schäfleins an-nimmt, weiß auch eine baskische Legende," doch ereignet sich dort die Ver-wandlung auf der Flucht, die von der hl. Familie mit ihrer Herde unternom-men wird. Die ganze Geschichte spielt im Hirtenmilieu und die Fluchtkommt eher einer Abwanderung aus dem gefährlichen Einflußbereich desKönigs Herodes gleich, nachdem ein Engel Josef gewarnt hat.

In der rumänischen Erzählung erfolgt die Flucht offensichtlich zu Fuß, in dergriechischen werden Pferde gesattelt: Im ersteren Text flüchtet man in dennahen Wald; das sind lokale Züge, die sich einprägen.

Hinsichtlich der auf der Flucht benutzten Tiere weichen die Angaben derApokryphen voneinander ab, während der kanonische Text nichts aussagt.Von den Abbildungen und Krippendarstellungen sind wir den Esel ge-wohnt, doch finden sich in westeuropäischen Fassungen auch ein Maultieroder ein Maulesel und in italienischen und griechischen ein oder zwei Pfer-de.

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Ein Esel( oder auch Maulesel) und eine Ziege leisten der hl. Familie Hilfeim ersten Fluchtteil eines Legendenmärchens aus Curaçao." Der Erzähler,ein Mulatte, scheint koptische oder äthiopische Quellen gekannt zu haben;mit ihnen greift er auch die Darstellung der Fortsetzung der Flucht auf.Möglicherweise hat der Komplex ,, Ta' âmra Marjam wa Îjâsûs einen Ein-fluß ausgeübt, wie ja im Bereich die Karibik mancherlei Erzählmotive ausdem ägyptischen und dem nubischen Raum zu finden sind.

Wie weit diese Nilfahrt mit Legenden von der Nilfahrt Mariens zusammen-hängt, die auch Till"" erwähnt, läßt sich schwer sagen. Unser Text ufert je-denfalls nicht so maẞlos aus wie koptische Varianten, und auch die akzentu-iert märchenhaften Züge bleiben vergleichsweise im Hintergrund.Außerordentlich lebendig ist der Erzählstil, eine im Bereich der Analphabe-ten häufiger zu beobachtende Erscheinung. Nach dem Vermerk von Mlle.Gilly wurde die Wiedergabe des Textes von zahlreichen weitausholendenGesten begleitet, von Pfiffen( sic!) und Geräuschen, die wir im Text nichtauszudrücken vermögen.

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( 17) ERZÄHLUNG AUS CURAÇAO

Es ist viele, viele, viele Jahre her- damals, das Jesuskind ist gerade ein Jahralt da hat es Unruhe und Revolution gegeben und ich weiß nicht was. Inder Stadt, wo Sankt Josef und die Gottesmutter leben, klopft es am Abend andie Tür. Klopft und klopft. Sagt Maria zu Josef: ,, Schau hinaus, wer da ist!"