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Heilige Ereignisse - heilige Zeiten : Weihnachtserzählungen aus der mündlichen Überlieferung
Entstehung
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nicht erlaubt, deine Gabe zu opfern, weil du Israel keinen Erben gegebenhast."

Als er sich so vor dem Volk beschämt sah, zog er sich weinend aus dem Tem-pel zurück und ohne nach Hause zu gehen, begab er sich zu seinem Pferch.Dort sammelte er seine Hirten, und nachdem er die Gebirge überquert hatte,begab er sich in eine sehr abgelegene Gegend, so daß Anna, seine Frau, wäh-rend der folgenden fünf Monate keinerlei Nachricht von ihm erhielt.

Und Anna klagte und seufzte sehr, indem sie sagte: Ich will meine Witwen-schaft und meine Unfruchtbarkeit beweinen.

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Und als sie im Garten ihres Hauses war, in bitteres Weinen versunken, erhobsie ihre Augen zum Himmel. Und da stieß ihr Blick auf ein Nest von Vögel-chen auf einem Lorbeerbaum, und da seufzte sie und brach in diese Worteaus: ,, Wehe mir! Herr und Gott, Du, der jedem Lebewesen Kinder gibt, denwilden Tieren, den Eseln, den Schlangen, den Fischen und den Vögeln! WillstDu mich allein von Deinem Segen ausschließen? Du kennst, Herr, das Gelüb-de, das ich beim Abschluß meiner Ehe Dir gebracht habe: daß, wenn Du mireinen Sohn oder eine Tochter gewähren wolltest, ich ihn Dir anbieten wolltefür Deinen Dienst in Deinem heiligen Tempel."

Und während sie so sprach, zeigte sich vor ihr auf dem Lorbeerbaum ein En-gel, der sagte:, Fürchte dich nicht, Anna, denn Gott hat bestimmt, daß du ei-nen Erben haben wirst, und dein Nachkomme wird Gegenstand der Bewun-derung für alle Völker sein bis zum Ende."

Und nachdem er das gesagt hatte, entschwand er ihren Augen. Sie aber, diedurch die Beobachtung einer Erscheinung und das Hören solcher Worte ganzzittrig und verstört war, ging in ihre Wohnung hinein, legte sich ins Bett, alsob sie halb tot wäre, und blieb so an diesem Tag und in der folgenden Nacht.Am anderen Tag aber kamen zwei Boten mit folgender Nachricht für Anna:,, Joachim, dein Gatte, ist auf der Rückkehr mit seinen Herden, denn ein Engeldes Herrn ist herniedergestiegen und hat ihm gesagt:, Joachim, der Herr hatdeine Gebete erhört. Steige zu deiner Frau hinunter, denn Anna hat schon inihrem Schoß empfangen.

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Und als Joachim mit seinen Herden ankam, stand Anna an der Pforte. Undals sie ihn kommen sah, fing sie an zu laufen und warf sich an seinen Halsund sagte: ,, Jetzt sehe ich, daß Gott mich reich gesegnet hat, denn obwohl ichWitwe war, hörte ich auf, es zu sein, und obwohl ich unfruchtbar war, werdeich in meinem Schoß empfangen."

Das machte, daß alle Nachbarn und Bekannten von Freude erfüllt wurden,und( die Nachricht) gelangte so weit, daß das ganze Land Israel sich freuteüber diese schöne Neuigkeit.

Und nach neun Monaten brachte Anna eine Tochter zum Licht der Welt, undsie gab ihr den Namen Maria. Und im dritten Jahr gingen ihre Eltern zumTempel und nachdem sie ihre Opfergaben dargebracht hatten, gaben sie ihrTöchterchen Maria zum Geschenk, damit sie mit jener Gruppe von Jungfrau-en Glossar ::: zum Glossareintrag en lebe, die Tag und Nacht im Gotteslob verbrachten.

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