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DIE
, TROMBINI❝
VON
S. BARTOLOMEO
DELLEMONTAGNE
San Bartolomeo delle Montagne ist ein kleiner Ge-birgsort im östlichen Teil der Lessinia. In frühe-rer Zeit war es eine wichtige Zimberngemeindeder Dreizehn Veroneser Gemeinden und hieß" SanBatolamio Tedesco"( Deutsch- St. Bartolomäus). Eswurde dort der alte bairische Dialekt gesprochen,der unter dem Namen" Zimbrisch" bekannt ist.In San Bartolomeo delle Montagne wurde auf Be-treiben des Veroneser Gelehrten Giovanni Faé imDezember 1976 die" Associazione folkloristica deitrombini" offiziell gegründet. Sie umfaßt etwazwanzig Mitglieder, die bei sakralen und profanenFolklore veranstaltungen Salven aus ihren" trom-bini" abschießen, und damit eine der ältesten,echtesten und bemerkenswertesten Traditionendes Veroneser Berglandes wieder aufleben lassen,wie sie in Europa einzigartig ist. Die Herkunft des" trombino"( auch" trombone", Donnerbüchse ge-nannt), verliert sich im Dunkel der Jahrhunderte.Seine jetzige Form geht auf Struktur und Formder Arkebuse und Kolubrinen des 17. und 18.Jahrhunderts zurück. Ursprünglich könnte eseine kurzläufige Feuerwaffe mit trichterförmigerMündung gewesen sein, die in weiter Streuungrunde, kleinkalibrige Munition verteilte.
In Italien war der" trombino" in den vergangenenJahrhunderten als" Spazzacampagna"(" Land-kehrer") oder" Spazzafossi"(" Grabenkehrer")bekannt eine mörderische Waffe, um sich einenWeg durch die Menge zu bahnen, enge Durchgän-ge freizuschießen, Türen und Stiegenhäuser inTrümmer zu legen oder Schiffe zu entern.Heutzutage bleibt von alldem nur die Ähnlichkeitder Form, wohl kaum die von Verwendung undZweck. Der Trombino ist nur dem Namen nacheine" Waffe", ein Gerät, das wie in früherer Zeitseine psychologische Wirkung hat, die jedochheute zur Untermalung und Ausschmückung be-sonderer Veranstaltungen herangezogen wird.Die" Pistonieri", wie die" trombino"-Schützenheißen, nehmen auch an kirchlichen Feiern teil,zum Beispiel während der Karwoche, aber auchzu anderen Anlässen, wie bei Kirchweihfesten,im Fasching, bei der Ankunft eines neuen Pfar-rers und bei unzähligen anderen Formen von Ge-meinde feiern und staatlichen Feiertagen.
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