MUSIK In früheren Zeiten begleiteten musikalische Dar-bietungen die verschiedensten Veranstaltungen:UND Kirchweihfeste, den Amtsantritt eines neuen Pfar-TRADITION rers, Pastoralvisiten usw.; aber auch zu außerge-wöhnlichen immer wiederkehrenden Festen wie zumBeispiel Geburten, Hochzeiten, Begräbnissen, Ge-denktagen, fehlte die Musik nicht.
Um die Musikformen und die Aufführungsprakti-ken richtig zu verstehen, muß man die religiösenund wirtschaftlichen Gegebenheiten des Gebieteskennen. Die Bevölkerung des armen Berglandeskonnte sich im Unterschied zu den Bewohnernder Ebene keine größeren Ausgaben leisten.Man nahm mit Musikkapellen, seltener auch mitkleinen Orchestern( aus Saiten-, Blas- undSchlaginstrumenten) vorlieb. Das gebräuchlichsteInstrument mit einer sehr alten Tradition war dieZiehharmonika.
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Liest man die Chroniken über Pastoralvisiten derVeroneser Bischöfe im 17. und 18. Jahrhundert,so erfährt man einiges über Empfänge mit Musik-begleitung. Man benützte damals nur Blasinstru-mente( die Tuba, Hörner, Soldatentrompeten).Unbekannt ist, wieviele Instrumente an einem" concerto" beteiligt waren. Es ist anzunehmen,daß mit" concerto" auch die ersten Musikkapellengemeint waren. Wir wissen nicht mit Sicherheit,in welcher Zusammensetzung und Instrumentie-rung im 16. und 17. Jahrhundert im Tal vonTregnago und in den Dreizehn Veroneser Ge-meinden musiziert wurde.
Gewiß ist, daß die Musik im Leben der Gemein-den stets eine große Rolle gespielt hat.
BESCHREIBUNG Die ersten wirklichen Musikkapellen im heutigenSinn des Wortes, setzten sich aus Holzblasinstru-
DER menten( Flöten, Oboen, Hörner, Klarinetten,FOTOS Fagotten) und Schlaginstrumenten zusammen.
AUSSTELLUNGS-
Sie traten erstmals am Ende des 18. JahrhundertsAUFauf und verbreiteten sich während des 19. Jahr-DEN hunderts im ganzen Gebiet. Bei uns war nebenden Kapellen von Tregnago und Illasi, die Musik-kapelle von San Bortolo delle Montagne, dem be-TAFELN rühmten Zentrum der Zimbern in den VeroneserBergen, eine der ältesten. Sie stellte ihre Aktivi-tät jedoch gegen Ende der 30er Jahre ein.
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