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In den Veroneser Bergen : Land und Leute in Tregnago und der Val d'Illasi ; Katalog der Sonderausstellung
Entstehung
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KLEIDUNG

MÄNNER- Sowohl in der Gebirgsgegend wie auch in denOrten der Talsohle folgte die Männer- und Frauen-UNDkleidung bis Anfang des 20. Jahrhunderts einemFRAUEN- fast immer gleichbleibenden Muster. Dies hattezum Teil auch wirtschaftliche Gründe: die ärmerenLeute konnten sich kaum wertvolle und modischeKleidungsstücke leisten. Man mußte also mit Stof-fen vorlieb nehmen, die zu Hause hergestellt wer-den konnten. Diese waren aus Wolle, Hanf undMischgewebe, wie zum Beispiel Halbwolle, unddrittklassige Seide.

Auch der Kleiderschnitt blieb lange Zeit unverän-dert. Lediglich auf Festen oder anderen außerge-wöhnlichen Veranstaltungen konnte man auf modi-sche Varianten treffen. Selbst die Farben warenvon der Wirtschaftslage abhängig. In den Bergentrugen die Männer seit jeher grüne, dunkelblaueoder oliv färbige Gewänder, die Frauen einfärbigrote, grüne oder blaue Kleider, manchmal auchmit Karo- oder Streifenmuster. Im Tal trug maneher Seidenkleider, die in der Spinnerei gekauft.werden konnten. Die neuen Modelle verbreitetensich hier schneller, da ja die vornehmen und wohl-habenden Familien öfters nach der Mode gekleidet

waren.

Durch die Schafzucht war reichlich Wolle vorhan-den.

Man webte Halbwollstoffe( ein Gemisch aus Wolleund Hanf) und verfertigte Hosen für die Männer( le" braghe"), Unterröcke und Röcke für dieFrauen(" còtole"), Mäntel, Jacken, Westen(" gilets"), Überrücke(" velàde"), Halstücherund Schals. Aus den Abfällen bei der Seidener-zeugung nähte man weniger wertvolle Kleidungs-stücke. Sie wurden" dràpi" und" filesèi" genannt,wenn es sich um die erste Auswahl handelte," trezzói" bei der zweiten Wahl," galéte" und

" recòti" bei der dritten Auswahl und der Verwen-dung von Abfällen.

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