VOLKSGLAUBE Zahlreiche Volksbräuche, die heute noch lebendig
sind, begleiteten die verschiedenen kirchlichenFeste des Jahres.
Die bemerkenswertesten Bräuche beziehen sichauf Weihnachten, Neujahr, das Dreikönigsfest,Mariä Lichtmeß, die Karwoche, den Festtag desSchutzpatrons und Allerseelen.
Die profanen Festlichkeiten spielten sich im Fa-sching, am 1. März, am 15. März, in der Karwocheund in der Allerseelennacht ab.
Weiters feierte man zum Beispiel die Einsetzungeines neuen Pfarrers, den Pastoralbesuch desBischofs, die Verlobung, die Hochzeit zwischenWitwern, den Kirmes.
Dreikönigsfest
Das In der Nacht vom 5. auf den 6. Jänner wurdenauf den Bergen, Feldern und Plätzen große Feuerentfacht( die" brujei"). Sie sollten den heiligenDrei Königen den Weg leuchten. Zu vorgerückterNachtstunde tanzte und spielte man um das Feuer.Die Älteren des Dorfes lasen aus der Flugrichtungder Funken verschiedene Prophezeiungen überdie kommenden Jahreszeiten ab.
Der In der Nacht zum 1. März versammelten sich dieJungen und auch mancher ältere Dorfbewohner
1. März in Gruppen an den einsameren Plätzen des Ortes.
Dort lärmte man mit leeren Blechdosen und läute-te Kuhglocken.
Die einzelnen Gruppen tauschten dann mit laut-starker Stimme Neuigkeiten aus: geplante Hoch-zeiten, zukünftige Verlobungen oder eine in dieBrüche gegangene Ehe.
Diese Tradition hieß" Ciamàr marzo" und ist nochheutzutage in einigen Gebirgsdörfern lebendig.
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