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In den Veroneser Bergen : Land und Leute in Tregnago und der Val d'Illasi ; Katalog der Sonderausstellung
Entstehung
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TOD War ein Mensch gestorben, wurden sofort dieGlocken geläutet. Die" quinta", wenn es sich umUND einen Mann handelte, die" quarta" bei einer FrauBEGRÄBNIS und die" prima" bei einem Kind.

Gehörte der Verstorbene der Bruderschaft desAllerheiligsten Sakramentes an, folgten nach denüblichen Glockenzeichen noch weitere kurze undregelmäßige Schläge sämtlicher Glocken.Neben dem Abendessen versammelten sich die Ver-wandten, Freunde und Bekannten des Verstorbe-nen zur traditionellen Nachtwache(" veglia").Man betete drei Rosenkränze und die" centorequiem"(" hundert Requiem"). Der Verstorbenewurde gewaschen und in seine besten Gewändergekleidet, jeglicher Schmuck aber entfernt. Da-nach legte man ihn nachdem die Matratzen ent-fernt worden waren auf das bloße Bettgestellund bedeckte ihn mit einem Leintuch. Man glaub-te, daß die Wärme der Federn die Seele des Totenersticken und das Knistern der Matratze seinenewigen Schlaf stören würde.

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Ein Fenster des Zimmers blieb immer geöffnet,selbst die Vorhänge wurden zur Seite geschoben.So sollte die Seele des Toten ein- und ausgehenkönnen, um den Körper, der ihr so lange alsBehausung gedient hatte, zu betrachten.Am Morgen des Begräbnisses trug man in einerProzession den Sarg auf einer Bahre zur Kircheund stellte ihn dort auf ein hohes Gestell, das miteinem schweren schwarzen Tuch( lo" strato damorto") bedeckt war.

War der Verstorbene Angehöriger der Bruder-schaft des Allerheiligsten Sakramentes gewesen,so wurde seine Tracht über die Sarg gebreitetund seine Mitbrüder hielten während der Toten-feier brennende Kerzen mit roten Haltern in denHänden.

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Am darauffolgenden Tag wurden die Matratzendes Toten besonders wenn er am Brand odereiner Lungenkrankheit gestorben war- von sei-ner Familie vergraben oder verbrannt.

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