GETREIDEAN-
DER Nach der Rodung wurde der Boden terrassiert:es entstanden so fast ebene, gegen das Tal hinleicht abfallende Grundstücke( màcie), die vonBAU Trockenmauern( marògne) gestützt wurden. Die-se Terrassenanlage mußte ständig beobachtetwerden.
Bodenauf Alle zwei bis drei Jahre wurde mit Tragkörben,Schubkarren oder Tragen die durch das Ackern
bereitung oder durch Auswaschung abgerutschte Erde wie-und der zum oberen Teil der Terrasse gebracht.Aussaat In früheren Zeiten war der Bodenertrag aus fol-
genden Gründen nicht sehr hoch: Mangel an Was-ser, ungenügende Sorgfalt bei der Auswahl desSaatguts, Dezimierung der Saat durch Vögel undWürmer. Um den Bodenertrag zu erhöhen, gingder Bauer auf die Fruchtwechselwirtschaft über,ließ den Boden brachliegen, baute Klee( sarfóio)und Saatluzerne( erbaspagna) an und düngte dieFelder mit Mist. Wegen des geringen Viehbestan-des mußte das Düngen mit größter Sorgfalt undWirtschaftlichkeit durchgeführt werden. Der Dün-ger wurde in Tragkörben oder zweirädrigen Kar-ren auf das Feld gebracht, mit der Mistgabelverteilt und eingeackert.
In der Lessinia gab es die verschiedensten Artenvon Pflügen, unter denen die einfachsten, ausHolz gebauten, ihren Zweck nur unzureichenderfüllten. Nur in den Gegenden, wo die Terras-sierung weitläufiger war, benützte man eine Artvon Pflug, der an einen Vorderwagen( barissól)gehängt und von jeweils zwei Tieren gezogenwurde. Um die Erdschollen auseinanderzubrechenund den Boden einzuebnen, bediente man sicheiner Egge( àrpego), die mit einem großen Holz-stück oder einem Stein beschwert wurde.Vor der Einführung von landwirtschaftlichen Ma-schinen wurde breit gesät. Anschließend wurdedurch nochmaliges Pflügen mit einem leichtenPflug das Saatgut eingeackert und hierauf derBoden mit einer Steinwalze( rùgolo) gefestigtund eingeebnet.
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