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In den Veroneser Bergen : Land und Leute in Tregnago und der Val d'Illasi ; Katalog der Sonderausstellung
Entstehung
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RAUPENZUCHT

DIE In einer Wirtschaft, die durch Autarkie und fastBIENEN-völliges Fehlen von Handelsaustausch gekennzeich-net war, mußten sich die Bewohner des Berglan-UND des auch die Süßstoffe und das Wachs selbst be-SEIDEN- schaffen. Aus dieser Situation entstand die Bie-nenzucht, die bis heute nach unverändert geblie-benen Verfahren betrieben wird. Es gibt zweiArten von Bienenstöcken: den Baumstamm oderden strohgeflochtenen Bienenkorb. Die Bienen-körbe werden entweder in einer Nische derAußenmauer des Wohnhauses oder geordnet inmehrstöckigen Bienenhäusern aufgestellt. Um zuverhindern, daß sich die Bienen beim Ausschwär-men verirren, erzeugt man mit Deckeln und Do-sen laute Geräusche.

Nach der sommerlichen Ernte werden die Bienenmit Schwefeldämpfen betäubt und der Honig ausden Waben( pane) geschleudert.

Um die bescheidenen Einnahmen zu erhöhen, züch-ten die Bauern auch Seidenraupen( cavaléri). DieEier der Seidenraupen, die man beim Händler er-standen hat, werden zum Reifen entweder zwi-schen weiße Tücher unter die Matratze des Bet-tes gelegt oder eng am Körper getragen, wie esein volkstümliches Sprichwort:" A S. Zen el semein sen"( Am Tag des Hl. Zeno lege man die Eierin den Busen) vorschreibt.

Zur Zeit, wenn die Maulbeerbäume die erstenBlätter tragen, öffnen sich die Eier und die klei-nen Raupen schlüpfen aus. In den ersten Tagenbehält man die Raupen in der Küche, dem einzi-gen genügend warmen Raum des Hauses. Die Sei-denraupen werden mit Blättern des Maulbeerbaumesgefüttert, die mit einer speziellen Vorrichtung zer-kleinert werden. Sobald die Raupen eine gewisseGröße erreicht haben und mehr Nahrung benötigenlegt man sie auf Zuchthürden( arèle) in eigens da-für vorgesehenen Fächern( peagnà oder scaionà).Die Seidenraupen sollen auf einer Unterlage austrockenen Weinreben( sorménte) oder Stroh ihrenKokon( galéta) bilden. Die Kokons werden aus demReisig geholt und die Schappe( der äußere Teildes Kokons) wird entfernt.

Auf dem Markt werden sie in großen Körben( sgarbióni) angeboten.

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