VIEHZUCHT In den Veroneser Bergen gibt es heute fast keine
Pferdezucht
Schafzucht mehr, obwohl die Bauern in früherenZeiten damit ihren Lebensunterhalt bestritten: dieDie Schafe lieferten Milch, Fleisch und Wolle. Im Som-mer werden die Schafe auf jene Weideplätze ge-Schaf-führt, die wegen ihrer Kargheit für die Aufzuchtund anderer Tiere ungeeignet sind. Nach dem Almab-trieb führt man die Schafe auf Wiesen, wo sie dasnach der letzten Heuernte oder nach dem Weidender Kühe übriggebliebene Gras abweiden.Nachts stehen sie im Stall, von den anderen Tie-ren durch eine Wand aus Holzpfählen getrennt.Die Schafmilch wird in einem eigens dafür vorge-sehenen Kübel( coéio) gesammelt und ähnlich wiedie Kuhmilch verarbeitet. Besonders wertvoll sindder Schafkäse und der Topfen.
Zweimal im Jahr, im Frühling und im Herbst, wer-den die Schafe geschoren, wobei man besondereScheren verwendet, die aus einem einzigen gebo-genen Eisenstück bestehen, das an den beidenEnden je eine spitze Klinge hat.
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Zum Schleppen von Karren und Schlitten und zumZiehen des Pfluges werden dort, wo keine Rin-der zur Verfügung stehen Pferde herangezogen.Nur den wohlhabenden Familien ist es möglich, einPferd zu halten; die ärmeren Leute begnügen sichmit der Zugkraft eines Esels oder eines Maultieres.Die durch die industrielle Revolution herbeige-führte Mechanisierung der landwirtschaftlichenArbeit hat diese Tiere im Gebiet der VeroneserLessinia vollständig zum Verschwinden gebracht.
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