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In den Veroneser Bergen : Land und Leute in Tregnago und der Val d'Illasi ; Katalog der Sonderausstellung
Entstehung
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RELIGIOSITÄT Entlang der Ortsstraßen, aber vor allem auf denBergstraßen trifft man oft auf Bildstöcke( capi-UND telli), die das Landschaftsbild des Tals stark

LANDSCHAFT mitbestimmen. Es handelt sich dabei um eine Wei-terentwicklung des heidnischen Glossar ::: zum Glossareintrag  heidnischen" compitum", dieAdikula( ein kleiner Tempel), in der die" Larescompitales", die Beschützer der Wege, aufgestelltwaren. Das Wort leitet sich wahrscheinlich von" caput" ab( d.h. Haupt, äußerster Punkt, Weg-kreuzung). Die Bildstöcke sind einerseits Sym-bol bäuerlicher Religiosität, andererseits aberauch Marksteine oder Begrenzungen von Wegenund Landstraßen.

Es gibt sogar wichtige Punkte in der Landschaftund im Wegenetz, wie zum Beispiel der Gipfeleines Hügels, Wegkreuzungen, Bergpässe oderFurten, die ihren Namen von Kreuzen oder Bild-säulen erhalten haben. Ein Beispiel ist die Ort-schaft Croce del vento oder San Vincenzo.Ein weiteres charakteristisches Landschaftsele-ment sind die Friedhöfe mit ihren langen Zypres-senalleen.

Früher befanden sie sich rund um jede Kircheoder auch im Inneren des Gebäudes. Erst mitdem Edikt Napoleons aus dem Jahr 1804 rücktensie in eine gewisse Entfernung von der Ort-schaft.

Außerdem findet man im gesamten Illasital Kapel-len, erbaut von reichen Grundbesitzern undHauseigentümern, in denen früher von den Land-pfarren aus Messen gelesen wurden. Später wur-den sie zu Andachtsstätten kleiner Gemeinden.Sie liegen mit der Stirnseite und dem Eingang zurStraße gewandt.

Die kleinen Landkirchen hingegen haben den Cha-rakter von Opferstätten, an denen um reiche Ern-te und um die Abwehr von Unheil gebetet wird.Ihre Architektur ist sehr schlicht. Sie sind einerHäusergruppe zugeordnet und werden von derenBewohnern instandgehalten.

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