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In den Veroneser Bergen : Land und Leute in Tregnago und der Val d'Illasi ; Katalog der Sonderausstellung
Entstehung
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BURGEN

DIE Die Burgen des Illasitals prägen in hohem Maßdas gesamte Landschaftsbild. Sie liegen in gerin-ger Entfernung zueinander entlang der Hügel-kette und waren ehemals von strategischer Wich-tigkeit.

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Fast alle sind an der Ostseite der Hänge errich-tet, weil die gefährlichsten feindlichen Einfällevon Nordosten und Norden her drohten. Währendvon einigen Burgen noch eindrucksvolle Über-reste erhalten geblieben sind( z. B. in Tregnagound Illasi), existieren von anderen lediglich Spu-ren oder Überlieferungen.

Die Burg von Badia Calavena wurde im Jahre 1040von Bischof Walterio gegründet und sollte in einerZeit der Bürgerkriege den Einwohnern des Ortesals Schutz dienen. Bezeugt wird dies durch einenin der Antike eingemauerten Stein im Pfarrhausvon San Pietrò di Badia. Später wurde der Steinin den Veroneser Wohnsitz der Familie Cipollaüberstellt. Er trägt die Inschrift:

ANNO DOMINI MXL SUPTU WALTERI EPISCOPIHOC CASTELLUM EREXIT A SOLO.

Von der Burg sind noch Mauerreste und die Fun-damente erhalten. Es besteht trotzdem ein Zwei-fel, ob die von Walterio gegründete Burg jenevon Tregnago oder von Badia Calavena ist, damit dem Namen Calavena das gesamte obere Illasi-tal bezeichnet wurde.

Auch vom" Castello di Cogollo", das auf demgleichnamigen Hügel im Osten des Ortes errich-tet wurde, gibt es nur mehr einen Teil der Fun-damente, Spuren der Mauern und Überreste desTurms.

Die Burg wurde von den Bischöfen Veronas wahr-scheinlich schon vor dem Jahr 1100 errichtet, umdie Bevölkerung vor den Hunneneinfällen zuschützen.

Die Burg von Marcemigo erhob sich wahrschein-lich auf den Hängen der Hügel westlich vonTregnago. Heute existiert noch ein Turm miteinem wunderschönen Söller aus späterer Zeit.Die Burg von Tregnago ist so dicht bewachsen,daß sie vom Tal aus kaum mehr zu sehen ist.So gut wie nichts ist vom Castello di Colognolaübrig geblieben, von dessen Zerstörung undPlanierung uns ein Geschichtsschreiber( G. DallaCorte, L'istoria di Verona, VR 1596) berichtet.Der Beginn des Verfalls der Burgen des Talsreicht ins 15. Jahrhundert zurück, als mit derEntdeckung des Schießpulvers ihre Funktionverlorenging.