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In den Veroneser Bergen : Land und Leute in Tregnago und der Val d'Illasi ; Katalog der Sonderausstellung
Entstehung
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RÖMISCHE

DES

IN

DIE Der" Ager Centuriatus" des unteren Illasitals istnach dem bei den Römern üblichen Schema derAufteilung ländlicher und städtischer Gebiete an-AUFTEILUNG gelegt. Ist die Wahl des Ortes getroffen, werdenzwei senkrechte Straßenachsen gezogen( De-cumanus und Cardo maximus) und hierauf vonLANDES der anderen Seite zwei weitere cardines unddecumani, sodaß das Land in quadratische Flä-chen, den" Saltus", aufgeteilt wird. DiesesZENTURIEN Straßennetz wird dann noch durch weitere paral-lel verlaufende Straßen verdichtet. So ergibtsich eine weitere Aufteilung des Landes in Zen-turien, quadratische Flächen, deren jede nochin sich durch Parallelstraßen zu den cardinesund decumani in 100 Heredia unterteilt ist( qua-dratische Parzellen von je 0,5 ha).

Eine weitere Teilung durch die Mitte in Nord- Süd-Richtung begrenzt das" Jugerum", das antikerömische Feld. Ein" Jugerum"( 2523) ent-spricht der Bodenfläche, die von zwei Ochsenin einem Tag gepflügt werden kann.

Die am besten erhaltene und beurkundete Zen-turienaufteilung des Illasitals finden wir in Colo-gnola ai Colli.

Die Begrenzung des rechten decumanus bildetdie Linie Vago- San Pietro, die des linken dieLinie Progni Vago. Der" umbilicus"( Zentrumund Ausgangspunkt der Vermessung) war dieOrtschaft Cadellara.

Die decumanes wären somit 3200 m lang, die car-dines 2800 m, was einer Fläche von 8,960.000entspricht( das sind 18 Zenturien und ca. 3000Grundanteile).

Die römischen Landvermesser dürften bei derAufteilung des Bodens zwei wichtige landschaft-liche Gegebenheiten berücksichtigt haben: dieVia Postumia im Süden und den Wildbach Progno,der das gesamte Gebiet der Länge nach durch-fließt. Auch die Grenzsteine der" limites", voneinem Meter Durchmesser, zylindrisch und anepi-graphisch, d.h. unbehauen( wie der Grenzsteinvon Pieve di Colognola) sind glaubwürdige Denk-mäler der Zenturieneinteilung des Landes.

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