DIE
INDUSTRIE
Im Jahre 1922 gründete die Firma" Italcementi"eine Niederlassung in Tregnago. Seither kam eszu radikalen Umwälzungen in der Beschäftigungs-IM lage, auf sozialem und wirtschaftlichem Gebiet.Zuvor hätte man nicht von der Anwesenheit einerTAL Industrie im Illasital sprechen können. Es gab
lediglich Werkstätten zur Textilverarbeitung, dieaber nur wenigen Personen einen Arbeitsplatzbieten konnten. Es ist bekannt, daß die Seiden-raupenzucht in der ersten Hälfte des 19. Jahr-hunderts ziemlich verbreitet war und daß es inin Illasi Seidenspinnereien gab. So entstandenauch in Tregnago eine Stoffärberei und eine Tex-tilverarbeitungswerkstätte, in der vier bis fünfFrauen beschäftigt werden konnten.
Nach der Schließung der" Italcementi" im Jahre1963 und der darauf folgenden Wirtschafts- undBeschäftigungskrise wurde eine Politik des In-dustrieausbaus notwendig. Die so günstig ge-stellten Bedingungen von seiten der lokalen Ver-waltungsbehörden bewirkten die Errichtung vonZweigstellen nationaler Industriekonzerne oderbekannter Konfektions- und Metallverarbeitungs-firmen.
Weiterhin bestehen blieben die schon traditionellverankerten Steinschneidewerke im oberen Tal.Neben dem wirtschaftlichen Aufschwung, dendiese jüngste Entwicklung der Bevölkerungbrachte, kam es jedoch zu einer beträchtlichenZerstörung der Landschaft, zu einer Beeinträch-tigung des ökologischen Gleichgewichts sowie zueinem kulturellen Verfall.
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