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In den Veroneser Bergen : Land und Leute in Tregnago und der Val d'Illasi ; Katalog der Sonderausstellung
Entstehung
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DIE Südlich des Alpenhauptkammes finden sich imOsten Oberitaliens, in den romanischen Raum ein-gebettet, eine Reihe deutscher Sprachinseln. SieZIMBERN wurden alle im Mittelalter, wenn auch zu ver-

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schiedenen Zeitpunkten, begründet und entstam-men fast ausschließlich dem Gebiet des heutigenÖsterreich. Zumeist fehlt es an eindeutigen histo-rischen Zeugnissen über die Entstehungsgeschich-te dieser Außenorte; die Forschung bleibt letzt-lich auf den Sprach- und Kulturvergleich zwischendem Binnenland und den auswärtigen Kolonien an-gewiesen.

Die älteste und wissenschaftlich umstrittensteGruppe ist die der zimbrischen Sprachinseln. Siebestehen aus mehreren Untergruppen, von denendie älteste, die sogenannten Sieben Gemeindenoder Sette Comuni, wohl schon um 1100 auf demPlateau von Asiago nördlich von Vicenza angelegtwurde. Gemäß der Forschungen des bayerischenSprachgelehrten Johann Andreas Schmel-1er( 1) und den Untersuchungen der Wienermundartkundlichen Schule, insbesondere durchEberhard Kranz mayer( 2) wurden dieseersten Außenorte von Westtirol, speziell aus demÖtztal, dem Außerfern mit dem Lechtal und dembayerischen Loisachtal angelegt, also aus demheutigen österreichisch- bayerischen Grenzgebiet.Dafür sprechen lautliche und wortkundliche Kri-terien, auf die hier nicht im einzelnen eingegangenwerden kann. Gänzlich verfehlt, da sprachlich un-haltbar, sind Deutungen, die auf das Langobar-dische, Gotische oder die Sprache des nordger-manischen Volkes der Zimbern zielen. Gerade die-se Zimbern, die aus Jütland, Holstein und Schles-wig kommend bei ihrem Einfall in Oberitalien imJahre 101 vor Christus durch den römischen Feld-herrn Marius vernichtend geschlagen worden wa-ren, wurden auf Grund einer in der Renaissance-zeit ausgeschmückten Sage namengebend für die-se zum Schutze der Stadt Vicenza aus strategi-schen Gründen auf dem 1000 m hohen Plateau an-gesiedelten Tiroler. Die lateinische Benennungdes Germanenstammes cimbri wurde dabei zumAusgangspunkt genommen, während im Nordger-manischen, durch die Lautverschiebung bedingt,der Name mit H beginnen müßte; so lebt er nochin den dänischen Ortsbezeichnungen Himmerlandund Himbärsyssel fort. Die Tatsache, daß in denwohlprivilegierten Orten der Sieben Gemeinden( Asiago/ Schläge, Gallio/ Gälle, Roana/ Robán,Rotzo/ Rotz, Foza/ Fütsche, Enego/ Jeneve, Lusia-na/ Lusian) durch die Siedler ein Tirolischer Dia-