Topographie des Entsiedlungsgebietes
3.9. Die Mühlen
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Der Kamp, im Süden des Entsiedlungsgebietes gelegen, war der größte und wichtig-ste Fluß der Region. Seine Wasserkraft nutzten eine ganze Reihe von Mühlen, einer-seits in Form von Sägewerken, andererseits als Getreidemühlen. Die meisten Betrie-be waren beides in einem. Kampabwärts lagen die Gföhlersmühle, die Fürnkranz-mühle, Bruggmühle und Steinmühle, Patzl-, Lois- und Schloteinmühle. Neben die-sen sieben Mühlen lagen drei weitere im Entsiedlungsgebiet: Gransermühle und Kit-tingermühle am Mühlbach bei Neupölla gelegen und die Teufelsmühle am Taffabachbei Äpfelgschwendt( siehe Abb. 115). Die„ Alte Heimat" nennt zwei weitere Mühlenim Entsiedlungsgebiet, die Bergermühle am Kamp und die Paungartmühle am Do-brabach, welche 1938 allerdings schon abgekommen waren.
Die zehn vorher genannten, zur Zeit der Entsiedlung alle noch in Betrieb befind-lichen Mühlen mußten jedoch, wie alles andere, dem Truppenübungsplatz weichen.Sechs davon sind seit 1956 von den Wassern des Stausees Ottenstein bedeckt. Vonder Gföhlersmühle, der Gransermühle und der Teufelsmühle waren in den letztenJahren noch Ruinenreste vorhanden, mit entsprechender Ortskenntnis sind sie nochaufzufinden. Als einzige steht noch die Kittingermühle westlich von Neupölla. Siewurde in den letzten Jahren renoviert und der neuen Zweckbestimmung gemäß alsBiwak für das Bundesheer adaptiert.
Gföhlersmühle
Fürnkranzmühle
Steinmühle
Bruggmühle
Mühlbach
Teufelsmühle
Gransermühle
Kittingermühle
Töbernitzbach
Loismühle
Schloteinmühle
Patzlmühle
Abb. 115: Die zehn entsiedelten Mühlen
Taffabach