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bäudes wies mehrere mittelalterlich aussehende Erker einer prächtigen, im Gartenhoch emporragenden Fächerpalme gegenüber auf. Durch ein Winkelwerk vonengen Gängen gelangt man in die einzelnen Zimmer. Überall, wie es sich füreine der heißesten und regenärmsten Städte Europas geziemt, steinerne Fuß-böden, die übrigens in ganz Sardinien landesüblich zu sein scheinen.
Ein Rundgang durch die Stadt mit größtenteils engen, für italienischeBegriffe äußerst reinen Gassen machte uns mit ihren Hauptsehenswürdigkeitenbekannt. Eine Unmasse von lateinischen Inschriften zeugt für die reich bewegteVergangenheit Cagliaris. Eine alte, größenteils im Barockstil gehaltene, leidervon irgendwelchen barbarischen Glossar ::: zum Glossareintrag barbarischen Feinden ihrer Marmorverkleidung beraubte Kathe-drale ziert das ziemlich hochgelegene Zentrum der Stadt, welches größtenteils
Ansicht von Cagliari auf Sardinien.
( Nach einer photographischen Aufnahme von Dr. R. Trebitsch.)
von jahrhundertealten Bauten eingenommen wird. Etwa 1/2 Kilometer ost-wärts von hier findet sich der viereckige mittelalterliche„ Torre San Pancrazio",sein genaues Gegenstück, der„ Torre dell' elefante" ist im Westen gelegen.Diese beiden weithin sichtbaren Wahrzeichen der Stadt, schon teilweise verfallen,sind aus roten Ziegeln erbaut. Mauern und Tore einer mittelalterlichen Zita-delle stehen auch noch größtenteils. Ein uraltes unscheinbares Gebäude repräsen-tiert in dieser hier geschilderten Altstadt die Universität. Hier oben hat manvon vielen Punkten liebliche Blicke auf das Meer und die Umgebung der Stadt.Ringsum gruppieren sich an den Berglehnen unterhalb der Altstadt die Straßender neueren Stadtteile. Die auffallendste Baulichkeit, der„ Viale Regina Elena",eine marmorgetäfelte Plattform, von Säulenhallen getragen, fällt da sofort alsLieblingsspaziergang der Einheimischen auf. Ein herrliches Portal mit impo-