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Von Vlenfpiegel.
koft nit, wie wolft du mir dann dein koft geben?" Vlenspiegelfagt:" fraw, ich thů nach euweren worten," vnd afz das weifzmůfz alles vs vnd wüfchet den mund vnd gieng hinweg.
Die LXXVII. histori
fagt, wie Vlenfpiegel in ein hauf fchifz, vnd bliefz den geftank durchdie wand in ein ürtin, die ihn nit leiden mochten.
Heftig wandert Vlenfpiegel vnd kam gen Nürnberg vndwas da XIIII tage. Vnd in der herberg da er in was, da wontein frum man, der was reich vnd gieng gern in die kirchen, vndvermocht fich nit wol der fpilleüt. Wa die waren oder kamen,da er was, da ging er da von. Da het der felb man ein ge-wonheit, das er des iares eins fein nachburen zů gaft het, thetin den gütlich mit koft vnd mit wein, vnd mit dem beften ge-trenk, vnd in welichem hauf feiner nachbauren, den er zů gaftpflegt zu haben, het er ein¹) frembden gaft, kaufleut, zween oderdrei, die lůd er all zeit mit, vnd waren ym wilkummen. Da kamdie zeit als iederman die geft wolt haben, da was Vlenfpiegel infeins nachbauren hauf, zů dem nechften, da er zů herberg was.Vnd difer man låd feine nachbauren, als er für ein gewonheithett, vnd ire geft die fie hetten, funder Vlnfpiegeln lud er nit,den fahe er für ein gaukler vnd fpilman an, die pflag er nit zůladen. Da nun dife nachbuern zu difem frembden man zů gaftin fein hauf giengen, mit den frummen leuten, die er auch ge-laden het vnd) iren hüfern zů herberg waren, da gieng der wirtauch, bei dem Vlenfpiegel zů herberg was, mit feinen geften³),die auch dar gebeten waren zů gaft. Vnd der würt fagt zů Vlen-Spiegel, wie in der reich man für ein gaukler anfehe, darumbhet er in nit zů gaft geladen. Vlenfpiegel was des zůfriden vndgedacht: bin ich ein gaukler, fo fol ich im gauklery beweifen,vnd in icklet, das in der man fo verfchmehet. So was es baldnach fant Martins tag, da alfo die gaftung gefchah vnd daz derwirt mit feinen geften in einem koftlichen gemach fafz, da er
1. Hier sind im Originale die Worte: gutlich mit koft... het erein etwas entstellt wiederholt. 2. Lies: vnd in. Erfurt: die beiirem hausherren zu h. waren. 3. geffen Orig.