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Von Vlenfpiegel.
Iton. Da Vlenfpiegel das fach, da lief er hinder fich, vndSprach:" meifter, wan wollen wir bachen? die fon fcheint nim".Vnd lief hinwek vnd liefz den becker fton.
Die XXI. histori
fagt, wie Vlenfpiegel alwegen ein val pferd reit, vnd was nit gernwo kinder waren.
Vlenfpiegel der waz alle zeit gern bei gefelfchaft, vnd dieweil er lebet, da het er dreierley fach an im, die er flohe. Zudem erften, reit er kein graw pferd, funder allweg ein val pferd( von gefpót wegen). Das ander, er wel niergen bleiben wakinder waren, wan man achtet der kinder mer ir nôtlicheit danfein. Die dritte fach was, wa ein alter milter wirt was, beidem was er nit gern zů herberg, wan ein alter milter wirt, derachtet feines gutes nit, vnd wer gewonlich ein thor; da wasauch fein gemeinfchaft nit, dann da wer auch kein gelt bei zůgewinnen etc.
Auch fo fegnet er fich allen morgen vor gefunder fpeifz,vnd vor groffem glück vnd vor ftarkem trank.Wann ge-funde fpeifz, das wer krut, wie gefunt es auch wer. Auch fofegnet er fich vor der fpeifen vs der apoteken, wiewol fie ge-fund ift, fo ift fie doch ein zeichen der krankheit. Das werdas glück, dan wa ein ftein von dem tach fiel, oder ein balkvon dem hufz, fo wer zu fprechen: wer ich da geftanden, fohet mich der ftein, der balk zu todt gefallen, das wer meingrofz glück: folichs glücks wolt er gern enberen. Das ftarktrank wer das waffer. Wan das waffer treibt groffe mülreder mitfeiner fterk, auch fo trinket mancher guter gefel den tod daran.
Die XXII. histori
fagt, wie Vlenfpiegel fich zů dem grafen von Anhalt verdingt fürein thurnblefer, vnd wan feint dar kamen, fo bliefz er fie nitan, vnd fo kein feint da was, fo bliefz er fie an.
Nit lang darnach da kam Vlenfpiegel zů dem grafen vonAnhalt, zu dem verdinck er fich für ein thurnbleser'). Vnd der
1. Die Erfurter und späteren Ausgaben: haufsman.