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152. Von einem Prediger.
Sin Prediger in einer großen Stadt war ein gar trefflich Meiſter,
die Leut zu überreden und mit Anmut die Wucht der Beredtsamkeitzu üben; sein Leben aber war verkehrt und maßlos, also daß er denKleinmütigen groß Ärgernis gab, wie denn auch Augustinus sagt, eingrößer Gewicht, denn die Rede, habe das Leben des Redners. Wannnun der Pfaff derhalben vermahnet ward, pfleget er zu sagen, er erhieltealle Jahr hundert Gülden, auf daß er predigete, aber er nåhme nichtvierhundert Gülden, daß er sollte das tun, was er lehrete.
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153. Warum die Roten fromm seind.
ls ich neulich hätt mit einem roten Menschen geschimpfet und miteinem gemeinen Sprichwort bewähret, daß den Roten ein übleMeinung anhaftete, antwortet er mir, die Roten wären die allerfrömmsten,was am meisten hieraus abzunehmen wär, daß Christus, unser Herr,niemand håtte vergönnen wollen, ihn zu küssen, denn allein dem Rot-fuchs Judas Ischariot. Der wird nämlich mit roten Haren abgemalet.
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st einer in Tübingen, der hat ein gar großen Wuchs, sein Weib Glossar ::: zum Glossareintrag Weibaber ist klein, hat aber doch die Herrschaft innen. Als da einmalsein Zunft und Gesellen mit ihren Weibern Glossar ::: zum Glossareintrag Weibern waren in eim Wirtshauszusammenkommen von Zecherei und gemeiner Lustbarkeit willen, fing ernach dem Mahl an, mit den andern Karten zu spielen. Sein Weib Glossar ::: zum Glossareintrag Weib aber,unwillig, daß der Mann spielet, sprang voller Zorn hin, riß ihm dasGeld mit Gewalt weg, warf die Karten zur Erden und verunehret ihnmit schmählichen Worten; zu often Malen schriee sie:„ Komm mit heim!Daß Dich der Teufel hole! Daß Dich Gott schände! So Du es nichtschnell tust, schenk ich mein Leib einem Studenten!" Auf das sageter nichts anders, denn diese Wort:„ D, wie beschwerlich sind uns dieWeiber Glossar ::: zum Glossareintrag Weiber!" oder deutlicher: Wie hat uns der Teufel betrogen mit denWeibern Glossar ::: zum Glossareintrag Weibern!" Da saget ich, der ich dabeistund und alles höret:„ D,
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