B
t
e
t
t
e
t
Weib Glossar ::: zum Glossareintrag Weib gar zu streng hielt und sich wider sie böser Arglist brauchet, begabssich, daß sie ihm heimlich weglief, und das Geschrei ging, sie hieltesich bei den Schweizern auf. Als er aber in der Fasten einem Pfaffenbeichtet, kunnt er keineswegs die Absolution erlangen, er suchte dennsein Weib Glossar ::: zum Glossareintrag Weib. Er verhieß, er wollt es tun, zündet am hellen Mittagein Licht an und ginge zur Stadt hinaus; da war nicht weit vomTor ein Haufen Holz, dort suchet er sie fleißig, ginge bald wieder heimund kame zum Priester, dem er saget, er hått sein Teil getan, sie abernirgends können finden, ob er gleich ein größern Fleiß, denn sonst,angewendet und mit einem angezündet Licht gesucht hätt. Mocht abernicht bewogen werden, daß er sie hätt dort gesucht, wo sie wår zusuchen gewesen.
143. Von einem Magdlein.
átt einer eim Mägdlein gedräuet, er wollt bei der Nacht heim-lich zu ihr kommen; das Mägdlein aber verbots ihm bei Gefahrdes Tods und bezeuget, sie würd ein Messer unters Bett legen, ihnzu erstechen. Des Nachts kame der Gesell und fande sie liegen, als obsie fest schliefe; stellet er sich arglistig, als wollt er wieder davongehn.Wie er nun ginge, schriee ihm das Mägdlein, als war sie eben ausdem Schlaf erwachet, nach:„ Bleib da, ich hab kein Messer."
I"
144. Von eim trunkenen Pfaffen.
In einem Dorf nicht weit von Stuttgart war die Pestilenz und eingroßes Sterben. Zu einem Bauern, so auch davon war ergriffenund sollt mit den heilig Sakramenten versehn werden, ward der Pfaffdes Dörfleins gerufen, daß er ihm beistünde nach seiner Pflicht. DerPfaff war aber zu derselben Zeit so voll und trunken, daß er schierweder der Zungen, noch der Füß mächtig war; machet sich doch auf,den Bauern zu versehn, erwischet aber das Taufbüchlein. Stund zudem Bett des Kranken, murmelt und brütelt ein Weil bei ihm selberund kam endlich an das Ort, daß er saget, und das mit lauter Stimm:,, Nennets Kind!" Der Bauer vermeinet, des Pfaffen Red ging ihn an,antwortet:„ Lieber Herr, ich heiß Wurmhänslein."
5 Bebels Schwänke, Bd. II
65