heim fame, ward er gefraget, was ihm so viel Wiegen sollten, saget er:„ Ich bedarf ihrer wohl; wenn mein Weib Glossar ::: zum Glossareintrag Weib so fruchtbar sein wird, daßsie allweg will in so kurzer Zeit gebären, werden kaum die genügen."
140. Von einem Laufigen.
inen Philosophen, mir wohl bekannt, Herrn Johannes Curtius,der ein sehr mager Männlein war, fraget ich, wie so es kám,daß er so dürr wår, ob er gleich so viel äße und tränke, als keinfeister; der antwortet:„ Darum, daß ich mit meinem eigen Bluternähre so ein groß Gesind, als der römisch Kaiser", verstunde dieLaus, die sein Leib plageten. Derselbe saget auch, die kaus wärenseine Wächter, die ihn nicht ließen zu lang schlafen. Als er gefragetward:„, Wie kannst Du so viel Läus dulden?", saget er:„ Weil ichdas köstlich Werk der Barmherzigkeit zu den Armen von meiner Armutwegen nicht üben kann, so ernähr ich aus einer Art Erbarmnis dieLaus, die täglich an mein Leib nagen."
141. Der heilig Geist wird gemalet in Gestalt einer Tauben.
Wi
ie Christus am Himmelfahrtstag im Himmel ankommen war,faget Gott Vater zu ihm:„ Willkommen, mein Sohn!" Antwortetder Sohn:„ Gott sei Dank, liebster Vater!" Darauf der Vater mitlachendem Mund: Sohn, ich will Dich wieder hinab zur Erden schicken,auf daß Du wieder leidest." Saget der Sohn:„ D, Vater, schick denheiligen Geist, der kann, wann sie ihm wollen zufügen allzu großenSchmerz, hinwegfliegen." Dann er wird gemalet in Gestalt einerTauben.
142. Von Jost Bart, dem Scheißpropheten.
ost Bart, von dem Du in unsern Gedichten wirst ein mehrersfinden, von dessen Taten auch ganze Bücher zu schreiben wären,hátt sich in Tübingen beigelegt die Kunst zu weissagen. Da Jost sein
64