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lief hinzu, empfinge das Ei, zeigets den Spielern, schwor bei Gottund allen Heiligen, es war noch warm, und bate den Paulum, er solltnoch eins legen. Der weigert sich mit Arglist und saget, es müßtegar ein gute und seltsam Henn sein, die ein Tag zwei Eier legete.Der Wirt ließ aber nicht ab, bis daß sich Paulus ihm füget und ihnherbeirief, er sollt das ander Ei hinnehmen; der Wirt trat hin, nahme dasEi, das wie das vorig noch warm war, in die Hand, trugs hervorin die Stuben und mocht ihn um dieses unerhörten Werkes willen nichtgenugsam mit Lob erheben. Endlich bat er den Paulum bei Gott undallen Heiligen, daß er auch ein drittes brachte, und verhieß ihm, ersollt fürder unbekümmert bleiben. Antwortet Paulus, das zu tunwurd ihm mächtig schwer werden;„ dann ich besorge," saget er, daßsich etwan, so ich mich sollt über mein Natur ängstigen, der Eierstockin mir auflöse und gar verderbe, daraus mir dann würde meines LeibsErhaltung fehlen." Je mehrs aber Paulus abschluge, je mehr hielt derWirt mit seinem Flehn an, bis daß sich Paulus darein verwilliget undsaget, er wollt es zum dritten Mal versuchen, Gott geb, wie es gerate.Wie nun aber sein Zeit war, ein Kot zu machen und den Leib zu ringern,rief er:„ Komm eilends her, Wirt, und empfange den Dotter, danndieses letzte Ei wird kein Schalen haben; gib acht, daß es nicht aufdie Erden falle und also zu nicht werde." Der Wirt, so mehr dennbillig gläubig und vorwißig war, sprange behend hin und hielte beideHånd unter. Paulus aber ließ kein Ei, sondern schieß ihm auf dasreichlichst die Hånd voll mit dem Unflat seines Bauchs und schrie:,, Ach, in was großen Schaden hastu mich bracht, fürder werd ichkein Ei mehr legen können, was ich erstlich befürchtet hab." DerWirt aber vermerket jezt den Betrug und hätte Paulum schier mitdem Schwert angefallen, wann der nicht hinter die Spieler gesprungenwar und die Larven abgerissen hätte. Ein feine Histori für ein Vorswißigen, daraus sich alle die sollen ein Exempel nehmen, die allzu großBegier tragen nach neuer Mår.
112. Ein Schwank von einem Bauern, dem der Brei nicht geziemet.
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ått ein Bauer ein Knecht, dem ward des Morgens, ehe daß er zurArbeit ging, ein Brei vorgeseßet, wie es dann zu Winterszeiten
4 Bebels Schwänke, Bd. II
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