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des Abends in der Dämmerung durchgeritten." Wie das aber etlichefür unmöglich erachteten, darum, daß die Stadt allenthalb vom Meerumgeben wår, und kein Mensch zu Roß möchte weder ein noch auskommen, saget ich, es müßt im Winter geschehn sein, daß er durch-zogen wår, und er müßt übers Eis in die Stadt geritten sein.
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109. Von einem Studenten, der Gäns gestohlen hátt.
n Tübingen hätt ein Schüler gebeichtet, er hätt etliche Gäns undHühner gestohlen und sie mit seinen Gesellen gefressen. Derhalbenstrafet ihn der Priester und weigert ihm die Absolution, bis daß er denRaub zurückgabe, dann die Sünde nicht soll vergeben werden, es seidenn, das gestohlen Gut werde wiedergegeben. Drauf saget der Schüler:,, Guter Vater, ich habs zwiefach wiedergeben; dann ich hab mich daranso voll gessen, daß es kein halb Stund hat bei mir bleiben wollen,sondern ichs hab wiedergeben müssen samt den Zwiebeln und Birnen,damit die Gäns sind gefüllet gewesen."" Wollte Gott," antwortet derPriester, Du hättest kung und Leber dazu herausgespien, daß Dushättest vierfältig müssen wiedergeben"; ließ ihn also unwillig stehn.
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110. Wer die vornehmsten und größten Heiligen seind.
u Tübingen sind in der Pfarrkirchen Patrone die Heiligen Jörgund Martin. Als neulich dort gesprochen ward von den Ver-diensten der Heiligen und ihrem Vorrang in der Heiligkeit, hielten et-liche dafür, daß Johannes, der Täufer, andere, daß der heilige Petrus,der Apostelfürst, der vornehmste wäre. Saget einer: Was Narrheittreibt Euch? Wer ist dann heiliger und trefflicher an Verdienst undEhr, denn die Tübinger Patrone Jörg und Martin? Die andernHeiligen gehn zerrissen und veracht zu Fuß einher, die beiden aberreiten auf herrlichen Pferden und sind angetan mit köstlichen Kleidern."
111. Ein Schwank Paul Wüsts, aufgezeichnet von Brassicano.o einem Paul Wüst, der trefflich Possenreißer unbekannt war,wird ihn wohl jeglicher Leser leichtlich aus dem einen Schwankerkennen. Kamen auf ein Abend drei Gesellen von wegen des Spiels,
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