heimlich. Nun verspottet Graf Christof den Kranken fein höflicher Weis,der Jud hätt ihm auf die Füß geholfen, derhalben, daß er nimmerdürft auf dem Roß reiten, sondern jeßund müßt zu Fuß gehn; wieman ja von denen, so von einer Krankheit aufstehn und wiedergehn mögen, sagt, ihnen sei auf die Füß geholfen worden.aber war nicht von seiner Krankheit geholfen; nur trieb ihn die Not,auf die Füß zu treten, weil er des Gauls mangelte.
Die
43. Von den einfältigen Bauern und dem Krebs.
ie Bauern von Mundingen, deren ich oben Meldung getan hab,hätten von ungefähr auf ihren Wiesen einen Krebs funden;von wannen er hinkommen sei, weiß ich nicht, sintemal dort keinWasser ist. Dieweil er hinter sich ging, wußten sie nicht, was dasfür ein Tier wäre, so schlugen sie denn Sturm, daß die ganze Gemeinzusammenlief, und hielten lang Rat darüber, was es für ein Geschöpfwäre. Endlich fragten sie einen Schneider, der viel fremde Landseinem Handwerk nach durchzogen war; hochverwundert saget er, nachseinem Bedünken war es ein Hirsch oder ein seltsame Taub. Weilsie das aber nicht für gewiß achteten, sich auch niemand nahe zu gehngetrauet, brachten sie von ferne Büchsen hinzu und erschossen das Tier.Um den Platz aber warfen sie einen Graben auf, wohl verwahret miteinem Bollwerk, daß weder Mensch noch Vieh von dem Aas vergift würde.
Man
44. Von dem Grafen Robert.
an saget einmal, der Graf Robert von Armburg hått sich selbstausgerufen für ein Feind der ganzen Welt, ausgenommen Gottund den König von Frankreich. Drauf antwortet einer, dem er bekanntwar, aus dem Stegreif:„ Von Gott weiß ich nichts, der Gerechtigkeit undBilligkeit aber hat er nach aller Urteil schon vor langem Krieg angesagt."
A
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45. Von dem Propst zu Ellwangen.
16 der Propst von Ellwangen, nach dem Geschlecht einer von Rech-berg, wollt wegziehen von der hohen Schul von Pavia, schicket erdem Rat der Stadt ein Dukaten für die Kunst, die er mit ihm hinweg-
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