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Heinrich Bebels Schwänke. zum l. Male in vollst. Übertr. hrsg. von Albert Wesselski
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Deine Sünden, was ich nicht glaub, und führe Dich zum ewigen Leben,was unmöglich ist." Bracht also den Gülden aus dem Edelmannheraus, der kein Latein verstunde.

21. Von eim venedischen Reiter.

Als ein Benediger, der des Reitens ungewohnt und unwiſſend war,

ein entlehnet Roß mit den Sporen antrieb, und das Roß anfingezu schlagen und zu springen, saget er ganz erschrecket:" O guter Gott!Auf dem Meer gibts kein solchen Sturm als auf dem Land." Versmeinet dann, auch das Roß wurde von der Unruh und dem Wind nichtanders beweget, denn die Schiff im Meer.

Nahe

22. Von zweien Toren.

ahe bei dem Kloster Zwiefalten waren zwei leibliche Brüder, diebeide nicht gar verständig waren. Auf ein Zeit beichteten sie, undder eine war vom Priester absolvieret worden, ohne daß ihn der gefragthått, ob er beten könnt; als aber der ander beichtet, fraget der Priester: Kannst Du auch das Vater unser?" Wie ers nicht kunnt, saget derPriester: Ich verbiet Dir, daß Du zum heiligen Sakrament gehest,dann Du kannst nicht beten." Antwortet der aber: Ist doch meinBruder von Dir absolviert worden und kann auch nicht beten." Ausder Ursach saget der Priester auch zum andern Bruder: Ich verbietauch Dir den Leib des Herrn." Solches verdroß den übel, er gingaus der Kirchen hinaus, klagets allen Leuten, wie ihn sein gottloserBruder, mit Namen Alerius, hätte verhindert, daß er den Leib des Herrnempfinge, und saget: Wann er nur wenigstens so lang verzogen hátt,bis ichs hátt empfangen"; glaubet, er war selig gewesen, wenn ersschon hátt unwürdiglich genossen.

23. Von den Haffern der Wohlredenheit und ihr lächerlicheVerspottung.

Meulich

eulich war ich in eim Wohlleben bei etlichen Dorfpfaffen im Gesbirg nicht weit von meiner Heimat. Unter denen war einer,

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