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147. Ein schwankige Antwort eines Weibs Glossar ::: zum Glossareintrag Weibs.
I'm Schwabenland war ein Graf, ein mächtig und hochberühmter
Mann. Als er auf ein Zeit zur Jagd ausritte, begegnet ihmein Bauerin, die auf einem Roß saß und mit lauter Stimme sange;da saget er zu ihr:„ Woher kommt Dir solche Freud, liebe Frau?Ich glaub, Du seiest heute Nacht eine Braut gewesen, was ich ausDeiner fröhlichen Weis abnimm." Wie die Bäuerin fraget, ob dannaus dieser Sach ein Fröhlichkeit und Freud käme, saget der Graf ia.„ Ei, guter Gesell," sprach die Bäuerin, dann sie kannt den Grafennicht, so halse mein Mähren, auf daß sie fröhlicher werde und baßvon statt gehe." Drauf der Graf mit viel Lachen:„ Wohl hast Dumir geantwort, zieh hin in Frieden."
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148. Von einem Mönche.
16 ein fåsbettelnder Mönch einmal bei einem Bauern über Nachtbliebe, mußt er von Armut des Bauern wegen in der Stubenauf dem Stroh liegen; der Bauer hått aber um derselben Ursach willen,wie oben gemeldt, nämlich von wegen der Kälten, ein neugeborenKålblein auch in die Stuben getan und nicht weit von ihm. Daträumet dem Bruder, wie er ein Kalb geboren hått; und da ererwachet und das Kålblein sahe, glaubet er frei, er håtts gebracht,derhalb er hart erschrak und nicht wußt, was er vor Furcht anfinge.Letztlich warf ers in ein Brunnen und lief eilends hinweg. Als derBauer des Handels innen ward, ging er zu des Mönchs Obern undflaget des empfangenen Schadens; der Bruder mußt ihn bezahlen undward vor aller Welt zum Spott. So ist die Sach wirklich geschehn,wie mir ist erzählt worden.
149. Von dem Testament eines Kranken.
in Kranker ward von dem Priester vermahnet, er sollt sein Testamentmachen. Gern," antwortet er; ich hab aber nichts denn zweihübsche Gäul, und die will ich verordnen dem Fürsten des Lands."
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