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138. Von eim alten Weib Glossar ::: zum Glossareintrag Weib, das ein Mitleiden hätt mit den Juden.
Wie hätt mit den Juben,
ie man am Charfreitag prediget von dem Leiden Christi, saget ein
gehn aus der Kirchen: lieber Gott, wie mit großer Unruhe sinddie Juden beladen gewesen, die mit Christo haben müssen die ganzeNacht wachen."
139. Von einem zänkischen Weib Glossar ::: zum Glossareintrag Weib.
átt einer ein solch böses Weib Glossar ::: zum Glossareintrag Weib, daß sie ihn allzeit schalte, ob er
haderte, und was er nur angriff, immer mit ihm zanket. Desto öfterer sie auch schluge, desto årger ward ihr Zanken. Da aber die Streichmochten gar nichts ausrichten, gedacht er, den Handel auf ein andereWeis anzufangen; so oft sie ihm fortan übel redet, bekümmert er sichdessen nicht, sondern pfiff unaufhörlich an einer Schalmei, wie wohl ersgar übel konnt und nie gelernet hått, und wie er solches tät, fluchetsie noch hårter. Wie er aber in seinem Vorhaben beharret, finge sievor Zorn an zu tanzen und schlug ihm endlich, da er nicht aufhöret,die Pfeifen aus der Hand. Da er sie aber wiederum erwischet, undohne sich dessen bekümmern zu lassen, fort pfiffe, liefe das Weib Glossar ::: zum Glossareintrag Weib vorlauter Zorn zum Haus hinaus und verschwur, sie wollt fortan dieſeBosheit ihres Mannes und sein unerträglich volltrunken Wesen nichtmehr leiden. Als sie aber am andern Tag mit dem gewohnten Zankewiederkame, griff auch der Mann wieder zur Pfeifen; derhalben mußtesie sich gefangen geben, enthielte sich des Scheltens und verhieß ihm,sie wollt ganz gutwillig werden, wann er nun die Schalmeien hinweg-legete. Das ist ein merkwürdig Erempel, wie der Weiber Glossar ::: zum Glossareintrag Weiber Halsstarrig-feit mit mancherlei Kunst und Weg zu brechen ist.
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140. Von einem Bettler, der zu Kaiser Friederich kame.
16 Kaiser Friederich, der Dritte, zu Nürnberg einen Reichstag derFürsten hielte, kam ein Bettler vor den Hof und begehret, man solltihn einlassen, dann er wår des Kaisers Bruder; und wie er nicht wollt
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