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Heinrich Bebels Schwänke. zum l. Male in vollst. Übertr. hrsg. von Albert Wesselski
Entstehung
Seite
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117. Von eim andern.

In der Stadt Calw kam ein Pfaff zu einem Kranken, ihn zu ölen,und bracht das heilig Sl mit ihm. Zu dem saget der Kranke:,, Gieß mirs in das Fläschlein und hang mirs zum Kopfend des Betts;komm über ein kleines wieder, dann es kann jetzt nicht geschehn."Der Pfaff wars zufrieden und ging hinweg. Derweil trank aber derKranke das ganze Sl aus und saget zum Pfaffen, wie er wiederfame: Lieber Herr, es ist schon geschehn, dann ich habs bis auf denBoden austrunken." Darauf der Pfaff: Daß Dir der Teufel DeinHineinsaufen gesegne!"

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118. Von eim andern.

18 ein ander unwissender Pfaff, aber von årgerlichem Lebenswandel,darum er auch dieses Jahr zu ewigem Gefängnis erkennet ist worden, an eim kranken Mann gesalbt hätt die Glieder, mit denen ersollt gesündiget haben, fing er auch an, seine Scham zu salben. Dafaget der Kranke zu ihm: Wann man die Glieder, so gesündigethaben, salben soll, so salbet ja hier, bitt ich, viel Öls hinein, dannder ist unter meinen Gliedern der allergrößte Sünder."

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119. Von eim andern.

in ander, mir bekannt, der mit seim Kopf zur Erden den Leib desHerrn erhoben hátt, ward gefragt, warum er das getan hått;faget er: Ich hab gefürchtet, daß ich die Hosen verliere."

120. Von eim andern.

rediget ein ander, er hätt drei Partikel, und mit dem größten undlángsten wollt er an die Weiber Glossar ::: zum Glossareintrag  Weiber rühren, hátt aber seine Predigt,wie man sagt, wollen in drei Partikel teilen und in der långsten Redheftig wider die Weiber Glossar ::: zum Glossareintrag  Weiber losziehen. Das höret ein Bauer, rief sein

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