Bischof:„ Wer hat Dich zum Priester geweihet?" Antwortet derPfaff: Ihr, Herr." Der Bischof:" Wann?" Darauf das Pfäffleinfein heimlich: Herr, wisset Ihr, als ich Euch die zehn Gülden gab."So hat der Bischof sein eigene Schand gehört und ihm abpreßt.
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115. Von einem andern.
ar ein ander, der verhieß dem Bischof, ihm hundert Oves, dasist Schafe, zu geben, wo er ihn zum Priester weihete; der Bischofbewilliget sich darein. Wie aber der Pfaff das priesterlich Amt über-kommen hått, ging er zum Bischof und brachte ihm hundert Ova, dasist Eier. Da saget der Bischof:„ Du hast mir Schaf verheißen undnicht Eier." Darauf der Priester:„ Es ist kein große Differentiazwischen ves und va", das ist zwischen Oves und Ova,„ dazu hab ichsnicht gewußt; es ist Dein Schuld, daß Du nicht vorsichtiger hast mitmir zu handeln gewußt. Wann ich nicht wår ungelehrt und unwürdigdes Priesteramts gewesen, wollt ich Dir weder Oves, noch Ova ver-heißen haben."
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116. Von eim andern Pfaffen.
in unwissend und grober Kaplan, der an des Pfarrherrn stattsollt ein Kranken mit der letzten Slung salben, sahe die Werg-büschlein bereitliegen, damit man die gesalbten Ort wieder pflegt ab=zuwischen. Dieweil er 3weifel truge, wozu sie gemacht wären, fasseter zuletzt die Meinung, sie müßten von dem Kranken genommen werden;derhalben teilet ers zu drei Knollen, saget:„ Tu den Mund auf!"und stieß dem Kranken den ersten in den Hals, den er nur mit großerMüh hinab hátt geschlungen. Saget drüber zum Pfaffen: GuterHerr, wie viel sind noch da?" Antwortet er:„ 3wei." Darauf derKranke: Wann ich noch eins verschlingen soll, so ist es gewiß, daßich sterben muß." Solches ist geschehen in der Stadt Schorndorf.
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