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Heinrich Bebels Schwänke. zum l. Male in vollst. Übertr. hrsg. von Albert Wesselski
Entstehung
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wieder saget: Du hast mich lügen heißen!", antwortet er leztlich, alsnichts helfen wollt: Das lügst Du in Dein Hals hinein, daß ichgesagt hab, Du lögest." Drauf der ander: Das ist Dir wahrlich gut,daß Du mich nicht hast lügen heißen, ich wollt Dir sonst Dein Mauldermaßen verdroschen haben, daß Du es hernachmals keinem mehrgetan hättest."

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86. Von einem ungeschickten Beanen.

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16 Kaiser Friedrich, der Dritte, zur Zeit des gemeinen Konzils aufBasel zoge, hått er ihm vorgenommen, den Weg durch Rheinfeldenzu nehmen. Die Bürger dieses Städtleins gedachten, ihren König ehr-lich zu empfangen, und suchten allenthalben nach einem Priester herum,der gelehrt wäre und sich des Handels unterwände, für sie zu reden.Da erbot sich ein Bean wie wir mit einem schlechten Wort einenschlechten Kerl nennen, der ungelehrt und grob von Sitten ist, dersich in Zwickau oder in Deventer oder in Butzbach des Wissens halberarg abgeschwißt hátt. Und wie nun alles Volk samt der Priesterschaftund dem heilig Sakrament dem Kaiser waren entgegen kommen, sagetder ungeschickte Bean damit ich von eim schlechten schlecht rednicht anders denn: ,, Bene veneritis, domine rex." Ob solchem Grußhått sich der Kaiser nur wegen der Verehrung des heiligen Sakramentsdes Lachens enthalten mögen.

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87. Von eines Edelmanns Knecht.

in Knecht, der bei einem Edelmann dienet, hått seiner Frauen, dieim warm Bad war, ein Laub eines Baums von den Beinenhinwegtan; darum war die Frau gar zornig, daß er ihr hätt die Knieberühret dann nichts ist hoffårtiger auf der Erden, denn ein reichesWeib Glossar ::: zum Glossareintrag Weib ging aus dem Bad und erlangets von ihrem Mann, daßer dem Knecht sein ganzes Land verbieten tåt; da mußt der Knecht imWasser bleiben, weil ihm das Land verboten war. Wie er endlichwieder war zu Gnaden kommen, saget er zu der Frauen: Und wennich fortan ein ganzes Reisigbundel in Euer Voßen sehet, meine Frau,so wollt ichs nicht anrühren oder herausziehen."

8 Bebels Schwänke, Bd. I

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