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Heinrich Bebels Schwänke. zum l. Male in vollst. Übertr. hrsg. von Albert Wesselski
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daran frank. Wie ihn der Pfaff wollt mit dem Sakrament versehn,weigert sich der Bauer, bezeuget mit unwirscher Red, daß er nichtsterben wollt, und beklaget sich, daß Gott nach aller Unbilligkeit handlet,wann er ihn nach aller Kinder Sterben auch zum Tod aufrufet, dieweiler viel Nachbarn hátt, die mit all ihren Kindern frisch und gesundwaren; darum, saget er, wollt er an die Apostel berufen, auch vonStunden an hiemit berufen haben. Darauf der Priester: Sei gutenMuts, mein Sohn, set Dein Leben und Willen gleicher Weis in GottesWillen; dann die sucht er mehr heim und ruft die mehr zu sich, dieihm in Sonderheit lieb sind." Da antwortet der Bauer:, daß ernur mein Feind wår und mich leben ließ! Dann wann er die Seinenauf die Weis lieb hat, mag er den Teufel lieb haben!" Und mansagt, er sei wieder gesund worden; vielleicht hat er sein Leben derAppellation halber behalten.

55. Von eim andern Kranken.

in ander lag frank, und man hátt seines Lebens kein Hoffnungmehr; drum fing der Priester an, ihn der Reis wegen, die ihmbevorstünde, zu ermahnen, und saget unter andern Trostsprüchen auchdiese Wort: Rüste Dich, einzugehn in die ewige Seligkeit, dann heutewirst Du ins Paradies fahren." Darauf der Kranke: Das ist mirfürwahr ein angenehmer Handel, dann so der Weg weit ist, möcht ichnicht zu Fuß dahin kommen, so matt und schwach bin ich."

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56. Von dem Pfarrherrn vom Kalenberg.

er Pfaff vom Kalenberg, von dessen schwänklich und höflichenReden ganze Büchlein geschrieben sind, ist auf ein Zeit, alser seinem Herrn, dem Herzog von Österreich, hat wollen eingroßen Fisch bringen, von dem Torhüter nicht eher hineingelassenworden, bis daß er nicht verheißen hat, ihm zu geben den halben Teil desGeschenks, mit dem ihn der Fürst werde begaben. Der gar schwank-liche Pfaff hat aber, weil er an des Torhüters Geizigkeit ein Misfallen

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