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Heinrich Bebels Schwänke. zum l. Male in vollst. Übertr. hrsg. von Albert Wesselski
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hineinstellen, auf daß er für den Engel antwortete, wann er wie esder Brauch ist an der Marien statt fragen würde. Wie der Schüleraber den neuen Rock anhått, und die Finsternis gar bequem war davonzustreichen, lief er hinweg; der Pfaff, der vermeinet, er wår drinnen,fame mit dem gewöhnlichen Gesang zum Grab. Und weil ihm niemandantwortet, rief er: ,, Wo hat Dich dann der Teufel hingeführt?" Da fingemánniglich an zu lachen, da sie erachteten, er redete von Christo, soer doch nur den Schüler gemeinet hat.

37. Von einem, der sich eitel Adel anmaßet.

Dam ein verlumpter und unflåtiger Mensch in ein Wirtshaus

alten Geschlechts zu rühmen, und die andern Gåst wären grob undunverständige Leut, daß sie ihm nicht die gebürlich Reverenz bewiesen.Da er nun also gar lang im Rühmen seines Adels verharret, hubeiner im Verdruß ob der hoffårtigen Anmaßung an und saget: Ichbitt Dich, verkriech Dich mit Deim Adel! Unsers Müllers Esel ist vieledler denn Du. Dann der zeucht allwegen daher mit einem Knecht, derihn begleitet; Du aber hast niemand, der Dir dienete."

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38. Von eim Trunkenen.

iner war so voll von Wein, daß er von den Händen etlicher Men-schen in sein Behausung getragen wurde. Wie ihn nun dieTráger einmal auf die Füß stellten, auf daß sie ein wenig Atemfingen, sah er ein andern, der also trunken war, daß er von seinenGesellen geführt ward. Da fing er an zu schreien: Sehet, bitte, liebenZechbrüder, wie ist der so trunken, daß er geführt wird"; bedacht nicht,daß er ob seiner Unfähigkeit zu gehn gar getragen ward.

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39. Von einem Mägdlein.

ei einer Frauen dienet ein Mägdlein, die oftmals bis nach Mit-ternacht bei ihren Buhlen saße; als sie darob von der Frauengestraft ward, daß sie so ein lange Zeit wachet, antwortet sie, sie dauchte

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