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Heinrich Bebels Schwänke. zum l. Male in vollst. Übertr. hrsg. von Albert Wesselski
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dieselbe Art: Waserlei?") Spricht er: Von unser Frauen, vomheiligen Geist, und für die Gestorbenen." Drauf ich: So zeuch hinin Frieden mit deine drei Messen!" 2)

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34. Von einem einfältigen Bauern.

Is ein Bauer beichtet, ward er gefragt von der Dreifaltigkeit; aberer hielt und wußt nichts davon. Nach einer lang Unterweisung,auf daß er ihn im Glauben festigte, gab ihm der Pfaff ein solchesGleichnis: ,, Seß, als ob Du Gott, der Vater, wärst, Dein Sohn Gott,der Sohn, und Dein Weib Glossar ::: zum Glossareintrag  Weib der heilig Geist." In der andern Beichtward der Bauer wieder gefragt, ob er jetzt an die Dreifaltigkeit glau-bete; da antwortet er: ,, Nicht gänzlich; an die ersten zwei Götter glaubich wohl, an den heiligen Geist aber nicht; dann was der Vater undder Sohn mit harter Arbeit gewinnen, das vertut alles der heiligeGeist." Verstunde damit sein Weib Glossar ::: zum Glossareintrag  Weib, die alles vertåt, was sie mit Arbeitengewannen.

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35. Von einem Bayern.

ls zwei Bayern auf der Reis nach Rom in ein Wirtshaus hätteneinkehrt und Eier gessen, saget der eine, wie sie wieder auf demWeg waren, zum andern: Ich hab den Wirt trefflich betrogen", undda ihn der ander hieß, die Sach zu künden: Ich hab in einem Eiein ganz Hühnlein verschlungen und nicht bezahlt!"

36. Von einem Pfaffen und einem Schüler.

in Pfaff hått einen bettelnd Schüler gespeiset, damit er ihm in derletzten Fastenwochen sollt in der Kirche helfen singen; als derSchüler nun vorbrachte, wie verlumpt und schmählich sein Kleiderwåren, tåt er ihm auch ein neuen Rock an. Am Morgen der Auf-erstehung Christi saget der Pfaff dem Schüler, er sollt sich in das Grab

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¹) qualia statt quales.) cum tua tria missa.